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Frank Bsirske

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25.10.2014

"Steueroase" Bsirske kritisiert „Reichtumspflege“ in Deutschland

„Es bleibt zu hoffen, dass der gesellschaftliche Druck groß genug wird.“

Berlin – Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat die „Reichtumspflege“ in Deutschland kritisiert. „Besitzer großer Vermögen und reiche Erben müssen stärker zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben herangezogen werden, als das derzeit der Fall ist“, sagte Bsirske der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe).

In Frankreich sei die Erbschaftsteuer viermal und in Großbritannien fünfmal so hoch wie in der Bundesrepublik. „Da wird deutlich, was wir uns an Privilegierung von sehr Reichen leisten“, so Bsirske weiter. „Es bleibt zu hoffen, dass der gesellschaftliche Druck groß genug wird, dass wir aufhören, Steueroase zu sein.“

Im Interview mit der Zeitung forderte Bsirske, dass die Steuerlasten zwischen den Kapitaleinkommen und den Einkommen aus Arbeit in Deutschland gerechter verteilt werden sollen.

„Die Kapitalbesteuerung ist heute so niedrig wie in den letzten 60 Jahren nicht“, sagte der Gewerkschaftschef. Der Anteil der Lohnsteuer am Gesamtsteueraufkommen hingegen sei so hoch wie noch nie. „Gerecht ist das nicht“, betonte Bsirske.

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