Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Schienen

© über dts Nachrichtenagentur

19.10.2014

Streik Beamtenbund mahnt Lokführer-Gewerkschaft

„Da kann es keinen Automatismus geben.“

Berlin – Die Lokführer dürfen sich offenbar nicht bedingungslos auf die Solidarität ihrer Gewerkschaftskollegen verlassen. Dies ergibt sich aus einer Äußerung des Vorsitzenden des Beamtenbunds, Klaus Dauderstädt, in der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagausgabe)

Auf die Frage, ob der Beamtenbund den Anträgen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf Unterstützung aus dem Fonds uneingeschränkt stattgeben werde – wie es dort üblich ist, – antwortete Dauderstädt: „Da kann es keinen Automatismus geben.“ Nach den Regularien des Beamtenbunds werde „jeder Antrag zunächst geprüft“.

Der Beamtenbund mit seinen 1,2 Millionen Mitgliedern zahlt jedem Streikenden maximal 50 Euro pro Tag. Dies bedeutet eine enorme Entlastung für die Streikkasse der GDL, die nach eigenen Angaben 34.000 Mitglieder hat. Die GDL gehört dem Beamtenbund an.

In der allgemeinen Aufregung um die Streiks von Lokführern und Piloten wird derzeit unter anderem häufig die Frage gestellt, warum diese Berufsgruppen ihre Konflikte mit ihren Arbeitgebern auf dem Rücken von Millionen Unbeteiligten austragen dürfen. In dieser Debatte nahm Dauderstädt die Lokführer jedoch in Schutz. Man könne sie nicht in ihren Grundrechten beschränken, „nur weil sie zufällig einen Beruf haben, der unmittelbar Auswirkung auf die Gesellschaft hat, anders als zum Beispiel IT-Fachleute und Laboranten“.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/berlin-beamtenbund-mahnt-lokfuehrer-gewerkschaft-73884.html

Weitere Nachrichten

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

Wachstum RWE prüft Übernahmen

RWE will durch Zukäufe und eine Reform des Strommarktes wachsen. "Wir schauen uns an, wo wir vielleicht punktuell Zukäufe tätigen können. Dabei ...

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

RWE Energiekonzern kann für 2017 Dividende zahlen

Der Energiekonzern RWE kann für 2017 sein Dividenden-Versprechen halten, ohne Reserven anzugreifen. "Wir sind gut ins neue Jahr gestartet. Wir wollen für ...

Hans Peter Wollseifer

© Mozamaniac / CC BY-SA 3.0

Handwerkspräsident Wollseifer Fachkräftemangel wird zur Wachstumsbremse

Der Mangel an Fachkräften wird zur Wachstumsbremse im deutschen Handwerk. "Rund die Hälfte unserer Betriebe beklagt, dass die Besetzung offener Stellen ...

Weitere Schlagzeilen