newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Banken-Hochhäuser
© über dts Nachrichtenagentur

"Payment Service Directive 2" Banken machen gegen EU-Richtlinie für Zahlungsverkehr mobil

Schadensfälle im Onlinebanking könnten zunehmen.

Berlin – Die deutsche Kreditwirtschaft macht mobil gegen die neue Zahlungsdiensterichtlinie „Payment Service Directive 2“ (PSD2), die gerade in Brüssel verhandelt wird: Mit dieser wollen EU-Politiker Wettbewerb und Innovation fördern und den Markt für Zahlungsdienstleister öffnen, die kostengünstiger als Banken sind und es den Verbrauchern ermöglichen, auch ohne Kreditkarte grenzüberschreitend online einzukaufen.

Gefördert werden damit unter anderem Direktüberweisungsverfahren, bei denen Kunden ihre Geheimnummern fürs Onlinebanking auf der Internetseite des Drittdienstes eingeben, wie das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) berichtet. Derzeit agieren diese Dienste noch in einer rechtlichen Grauzone.

Die Deutsche Kreditwirtschaft warnt als Zusammenschluss der Bankenverbände in drei Briefen vor den Folgen der neuen Regulierung. In den Briefen, die vor wenigen Tagen an Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gingen, schreiben die Banken laut „Handelsblatt“: „Wir bitten Sie eindringlich darum“, an dem Prinzip festzuhalten, dass die „höchstpersönlichen Zugangsschlüssel nicht von Dritten genutzt werden dürfen“.

Für die Banken ist die Sicherheit des Zahlungsverkehrs und der Datenschutz in Gefahr. Die geplante Regulierung „kann dazu führen, dass Verbraucher künftig noch stärker von Drittanbietern dazu verleitet werden, ihre Geheimnummern fürs Onlinebanking (Pin und Tan) auf ungeschützten Internetseiten dieser Dienste einzugeben.

Nach dem derzeitigen Richtlinienentwurf nimmt der europäische Gesetzgeber diese Sicherheitsgefahren billigend in Kauf“, warnte Matthias Hönisch, Zahlungsverkehrsexperte beim Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken BVR. Die Institute fürchten, dass die Schadensfälle im Onlinebanking zunehmen könnten, wenn sich Betrüger unter die Dritten mischen oder Kunden von Hackern angegriffen werden.

Dass die Kunden sich im Schadensfall zuerst an die Bank wenden sollen, das Institut wiederum die Kosten beim Dritten eintreiben muss, sei „völlig unangemessen und bürdet der Kreditwirtschaft nicht kontrollierbare Risiken auf“, heißt es der Zeitung zufolge in den Briefen.

Außerdem warnen die Banken davor, dass Drittanbieter, zu denen künftig auch soziale Netzwerke zählen könnten, mehr Kontoinformationen der Kunden auslesen und diese mit anderen personenbezogenen Daten verknüpfen, um daraus Geschäfte zu generieren.

21.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden vertagt. In der rund 10stündigen Verhandlung ist es unter anderem gelungen, sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen zu verständigen. ...

Thomas-Cook-Pleite Staat kommt billiger davon als gedacht

Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kosten den Staat deutlich weniger als erwartet. Statt der von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) geschätzten 225 Millionen Euro hat das Thomas Cook Bundportal, das für die ...

Bauernprotest droht Abschlussbericht erzürnt Landwirte

ZDK Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist der falsche Weg

E-Fahrzeuge ZDK begrüßt Verlängerung der Innovationsprämie

DB Cargo-Chefin Nikutta China-Geschäft boomt wie nie

Willkommen im Club! Die Zusatzangebote der großen Online-Shops

Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Hartges „Das ist kein Öffnungs-, sondern ein Schließungsplan“

Nachtzug-Geschäft Deutsche Bahn kauft keine neuen Schlafwagen

Autoexperte Das Apple-Auto wird es nicht geben

Corona-Pandemie Krankenhausärzte warnen vor Kliniksterben

Bericht Beschwerden über Airlines erreichen Rekordniveau

Schleppende Versorgung Wachsende Kritik an Corona-Impfstoffherstellern

Handelsverband Lockdown „Katastrophe“ für den niedersächsischen Handel

Corona-Pleiten 60 Prozent mehr Insolvenzgeld überwiesen als im Vorjahreszeitraum

Nah- und Fernverkehr Mehr als ein Drittel aller Bahnsteige der Bahn nicht barrierefrei

Coronavirus GDL-Chef Weselsky fordert Impfvorrang für Bahnbeschäftigte

SPD Fraktionschef fordert Staatseinstieg bei Thyssenkrupp

Gastronomie Aus Novemberhilfen müssen Winterhilfen werden

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »