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Manuela Schwesig im Gespräch mit einem Journalisten

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25.02.2015

Widerstand Arbeitgeber wehren sich gegen Schwesigs Entgeltgleichheitsgesetz

Das geplante Gesetz würde immense Bürokratie schaffen.

Berlin – Das von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) geplante Entgeltgleichheitsgesetz stößt auf massiven Widerstand der Arbeitgeber. Das geplante Gesetz würde immense Bürokratie und neue Berichtspflichten für die Unternehmen schaffen, ohne wirklich etwas an den bestehenden Entgeltunterschieden zu ändern, sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer der „Welt“.

„Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass mit zusätzlicher Bürokratie gesellschaftliche Veränderungen herbeigeführt werden können.“ Die Entgeltdiskriminierung sei bereits nach geltendem Recht verboten. Alle Tarifverträge gewährleisteten eine diskriminierungsfreie Entlohnung nach Qualifikation und Leistung, so Kramer.

„Der gesamtgesellschaftliche Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen liegt vor allem an unterschiedlichem Berufswahlverhalten und verschiedenen Erwerbsbiografien: Frauen entscheiden sich weiterhin seltener für Branchen und Berufe mit besseren Verdienst- und Karrierechancen, sie arbeiten öfter in Teilzeit, haben mehr Erwerbsunterbrechungen und erreichen damit auch seltener Führungspositionen“, so Kramer.

Wer daran wirklich und wirkungsvoll etwas ändern wolle, müsse Unternehmen nicht mit überflüssiger Bürokratie, neuen Berichtspflichten und zusätzlichen Kosten überziehen, sondern die eigentlichen Ursachen für Entgeltunterschiede angehen.

„Wir brauchen in erster Linie mehr und bessere Kinderbetreuung, mehr Ganztagsschulen, eine bessere Berufsorientierung an den Schulen und noch mehr Angebote, um Familie und Beruf leichter unter einen Hut zu bekommen. Die Arbeitgeber selbst tun viel für diese Ziele. Hingegen muss die Politik insbesondere bei der Kinderbetreuung und der Schaffung flächendeckender Ganztagsschulangebote noch wesentlich mehr tun.“

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