Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Wohnhaus

© über dts Nachrichtenagentur

10.06.2017

Adler Real Estate Vorstandsvorsitzende sieht keine Immobilienblase in Deutschland

„Wir spekulieren nicht auf Wertsteigerungen.“

Berlin – Der Wohnungsanbieter Adler Real Estate glaubt nicht an einen bevorstehenden Preisabsturz am Immobilienmarkt. „Ich sehe keine Blase in Deutschland“, sagte der Vorstandsvorsitzende Arndt Krienen der „Welt am Sonntag“.

Sicherlich würden vereinzelt Preise bezahlt, die betriebswirtschaftlich keinen Sinn machten, etwa wenn man in Berlin für ein altes Haus das 30-fache oder mehr der Jahresmiete zahle. In den meisten Großstädten habe sich der Preisauftrieb zudem abgeflacht.

Dass die Zinsen kurzfristig in großen Schritten steigen, glaubt das Unternehmen nicht. „Steigende Zinsen würden ja vor allem die hoch verschuldeten Staaten treffen. Daher kann sich weder die Europäische Zentralbank noch die US-Notenbank leisten, die Zinsen in Höhen zu treiben, die unser Geschäft unwirtschaftlich machen.“

Adler Real Estate gehört mit 50.000 Mieteinheiten zu den größeren börsennotierten Wohnimmobiliengesellschaften Deutschlands. „Wir spekulieren nicht auf Wertsteigerungen“, sagte Krienen zur Strategie der eigenen Firma. „Wenn wir Immobilien kaufen, müssen sie von Anfang an einen Überschuss erwirtschaften.“ Markstudien zufolge lägen die Renditen in B-Städten im Schnitt zwischen 3,5 bis vier Prozent.

Adler Real Estate profitiere bei seinen Investments in Randlagen davon, dass die Mieteinnahmen gut abgesichert seien. „Denn wenn unser Mieter seinen Job verlieren sollte, übernimmt in der Regel die Kommune die Miete“, sagte Krienen.

Adler Real Estate soll weiter durch Zukäufe wachsen. „Das Problem ist nur: Es ist nicht mehr so einfach wie früher, größere Portfolien zu kaufen“, so Firmenchef Krienen. „Gleichwohl liegen 7.500 Einheiten in unserer Akquisitions-Pipeline, die wir momentan intensiv prüfen.“ Trotzdem ist er mit Blick auf die Profitabilität seines Unternehmens positiv gestimmt.

Gewinnsteigerungspotenzial sieht Krienen durch die Tilgung höherverzinslicher Schulden: „Dadurch sparen wir pro Jahr Zinsaufwendungen von rund zwölf Millionen Euro.“ Hinzu komme die Senkung der Verschuldungsquote. „Wir werden im Laufe des Jahres weitere Verbesserungen sehen.“

Der Vorstandschef von Adler Real Estate erwartet denn auch für dieses Jahr einen höheren Gewinn: „Wir erwarten, am Ende des Jahres gut 40 Millionen Euro erreichen zu können, knapp 50 Prozent mehr als im letzten Jahr.“

Der Wert der Adler-Aktie hat sich seit 2012 verdreißigfacht, von 50 Cent auf rund 15 Euro. 1999 stand sie allerdings auch schon einmal bei über 13 Euro und machte danach eine turbulente Berg-und-Talfahrt durch.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/berlin-adler-real-estate-sieht-keine-immobilienblase-in-deutschland-97958.html

Weitere Nachrichten

Skyline von Frankfurt / Main

© über dts Nachrichtenagentur

Brexit Morgan Stanley verdoppelt Personal am Frankfurter Standort

Angesichts des drohenden Bedeutungsverlusts des Finanzplatzes London durch den Brexit will die US-Investmentbank Morgan Stanley ihren Frankfurter Standort ...

Euroscheine

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Weg für Atommüll-Staatsfonds endgültig frei

Die Bundesregierung wird den lange erwarteten Vertrag mit den Atomkonzernen über die Finanzierung der Zwischen und Endlagerung am kommenden Montag unterzeichnen. ...

VW-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht USA fahnden weltweit nach VW-Managern

Die USA wollen in der Abgasaffäre bei Volkswagen weiter hart durchgreifen: Die US-Justiz hat laut eines Berichts von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR ...

Weitere Schlagzeilen