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17.03.2015

Bericht Wichtigste deutsche Krebsstudie vor dem Aus

Das Aus für die weltweit bedeutende Studie wäre beispiellos.

Berlin – Eine der aufwändigsten und bedeutendsten Krebsstudien im Land droht zu scheitern: Die Deutsche Krebshilfe und die Krankenkassen, die das 25 Millionen teure „Prefere“-Projekt vor zwei Jahren gestartet haben, sehen die Weiterfinanzierung gefährdet, weil bisher viel zu wenige Patienten für die Studie rekrutiert wurden, berichtet die F.A.Z. (Mittwochsausgabe).

Insgesamt sollten 7.600 Patienten mit frühem Prostatakarzinom, der häufigsten Krebsform von Männern, teilnehmen. Bisher seien aber erst 220 Patienten eingeschrieben. „Wenn nichts geschieht, hat die Studie wohl keine Chance, weiter finanziert zu werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven in einem Streitgespräch mit den Verantwortlichen in der F.A.Z.

Das Aus für die weltweit bedeutende Studie wäre beispiellos. Mit einem Netzwerk von hundert Studienzentren und mehr als tausend niedergelassenen Fachärzten im Land sollte sie zum Aushängeschild der deutschen klinischen Forschung werden.

Hauptschuld für die Patientenmisere tragen nach Überzeugung der Förderer die niedergelassenen Urologen. Sie sollen die Patienten bisher nicht über die Großstudie informiert haben, weil sie ohne jeden wissenschaftlichen Beleg jeweils nur eine der vier untersuchten Therapieverfahren favorisieren, schreibt die F.A.Z.

Der Fachverband und der Berufsverband der Urologen hat die massiven Vorwürfe von Studienleitern und Förderern zurückgewiesen.

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