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02.03.2015

Bericht SPD will Zuzug nach kanadischem Punktesystem

Ein entsprechendes Konzept wurde jetzt fertiggestellt.

Berlin – Die SPD-Bundestagsfraktion fordert ein Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem nach kanadischem Vorbild: Ein entsprechendes Konzept wurde jetzt fertiggestellt, berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Fraktionskreise.

Kern des Konzepts ist demnach ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild für den Zuzug von Menschen aus dem Nicht-EU-Gebiet nach Deutschland: Alter, Ausbildung, Sprachkenntnisse und Berufserfahrung sollen für eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung zählen. Der Nachweis eines Arbeitsplatzes in Deutschland solle Extra-Punkte bringen.

Mit dem Punktesystem würde die bisherige Blue-Card-Regelung der EU erweitert, nach der Fachkräfte einreisen können, wenn sie einen Arbeitsvertrag mit Mindestgehalt nachweisen.

Über eine Bewerberdatenbank will die SPD dem Vernehmen nach Zuzügler und Arbeitgeber schon vor einer Einreise zueinander finden lassen. Auch soll die Zahl der Deutsch-Kurse im Ausland ausgeweitet werden, um die Chancen der Bewerber zu erhöhen.

Wie in Kanada solle es eine jährlich festgelegte Quote für die Zuwanderung geben. Konkrete Zahlen nenne das Konzept jedoch noch nicht.

Zudem will die SPD die Chancen von abgelehnten Asylbewerbern und Flüchtlingen erhöhen. Für abgelehnte Asylbewerber müsse es künftig schneller Sprach- und Integrationskurse geben. Und eine Zweckänderung für den Aufenthaltsantrag – von der politischen Verfolgung zur Arbeitsaufnahme – solle bei qualifizierten Bewerbern künftig leichter möglich sein. Jugendliche Geduldete, die eine Ausbildung begonnen haben, sollten sie in jedem Fall abschließen können.

Grundmotiv der SPD sei, dass Deutschland qualifizierte Arbeitskräfte brauche, um die demografischen Verluste wettzumachen. Diesem Ziel solle es auch dienen, mehr ausländische Studierende an deutsche Hochschulen zu holen.

Zum Einwand von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Teilen der Union, dass Deutschland auch ohne Einwanderungsgesetz schon genügend Zuzug habe, hieß es bei der SPD, bisher habe Deutschland wegen des zersplitterten Einwanderungsrechts den Ruf eines Nichteinwanderungslandes. Ein eigenes Einwanderungsgesetz wirke als „starkes Signal“, dass Deutschland in der Welt um gut ausgebildete Menschen werbe.

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