Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Flüchtling in einer "Zeltstadt"

© über dts Nachrichtenagentur

16.06.2017

Bericht Schäuble muss erstmals Flüchtlingsrücklage in Anspruch nehmen

Spielraum für Wahlversprechen wird dadurch deutlich geringer.

Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) muss die sogenannte Flüchtlingsrücklage anzapfen. Grund dafür ist die vom Bundesverfassungsgericht verfügte Rückerstattung der Brennelementesteuer, berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe: Demnach wird dadurch auch der Spielraum für Wahlversprechen deutlich geringer.

Kalkuliert hatte Schäuble anders. Er wollte in diesem Jahr die geplante Entnahme aus der Rücklage von 6,7 Milliarden Euro 2017 eigentlich ausfallen lassen, weil sich der Betrag problemlos aus höheren Steuereinnahmen finanzieren ließ. Das Plus in der Bundeskasse, bei dem Schäuble mit bis zu acht Milliarden Euro rechnet, brauche er nun aber, um 7,5 Milliarden Euro an zu viel gezahlter Kernbrennstoffsteuer inklusive Zinsen zurückzuzahlen, schreibt das Magazin.

Das Vorgehen will der Minister in der nächsten Woche mit dem Haushaltsausschuss des Bundestags absprechen. Schon in den nächsten Tagen will Schäuble das Geld an die Energieversorger überweisen, weil mit jedem Tag Verzug höhere Zinsen anfallen.

Die Flüchtlingsrücklage wird damit dieses Jahr von knapp 19 Milliarden Euro auf rund zwölf Milliarden Euro sinken, schreibt der „Spiegel“ weiter.

Die Haushälter sämtlicher Parteien ärgerten sich über die schrumpfende Rücklage. Weil der Bund bis jetzt nie auf sie zurückgreifen musste, hofften viele von ihnen, mit dem zurückgelegten Geld in der nächsten Legislaturperiode Wahlversprechen finanzieren zu können.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bericht-schaeuble-muss-erstmals-fluechtlingsruecklage-in-anspruch-nehmen-98229.html

Weitere Nachrichten

Computer-Nutzer

© über dts Nachrichtenagentur

Gesetz gegen Hass im Netz Digitalwirtschaft erwartet Klagen

Der Verband der Internetwirtschaft (Eco) geht davon aus, dass gegen das Gesetz zur Bekämpfung von Hasskommentaren und Verleumdung im Netz geklagt werden ...

Helmut Kohl

© über dts Nachrichtenagentur

Streit um Nachlass Gründung einer Helmut-Kohl-Stiftung wird wahrscheinlicher

Im Streit um den Nachlass des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl läuft alles auf die Gründung einer eigenen Stiftung hinaus. "Frau Kohl-Richter ...

Fahnen von EU und Großbritannien

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Verheugen sieht EU nach Brexit-Entscheidung gestärkt

Der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen (SPD), sieht die EU nach der Entscheidung Großbritanniens für den Brexit gestärkt. "Es ...

Weitere Schlagzeilen