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25.06.2014

Bericht Rentner bekamen 2013 mehr Geld

Weiterhin Unterschiede zwischen Ost und West.

Berlin – Die Rentner in Deutschland haben 2013 zum Teil deutlich mehr Geld bekommen als im Vorjahr. Dies geht aus neuen statistischen Analysen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Danach erhielten Männer im Westen, die vergangenes Jahr in den Ruhestand eintraten, im Durchschnitt eine Altersrente von 913 Euro. Ein Jahr zuvor seien es 898 Euro gewesen. Bei Neurentnerinnen sei die durchschnittliche Auszahlung von 493 auf 505 Euro gestiegen. Kräftiger sei der Aufschlag für Frauen im Osten gewesen, die meist länger gearbeitet haben als jene im Westen: Für sie habe sich die Altersrente von 753 auf im Schnitt 786 Euro erhöht.

Insgesamt zahle die Rentenversicherung derzeit mehr als 25 Millionen Renten an etwa 20,5 Millionen Versicherte aus. Die Renten für diejenigen, die sich schon seit Längerem aus dem Arbeitsleben zurückgezogen haben, seien dabei meist höher als die Zahlungen an die Neurentner. Dies liege vor allem daran, dass zum Rentnerbestand noch mehr Personen gehörten, die ohne oder nur mit geringen Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand gehen konnten, sagte ein DRV-Sprecher.

Bei den Neurentnern müsse mittlerweile mehr als jeder Dritte Einbußen von im Schnitt 78 Euro im Monat in Kauf nehmen, um früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden zu können, berichtet die SZ weiter. So hätten 2013 Männer mit einer Altersrente im Westen im Durchschnitt noch 1.003 Euro bekommen, also 90 Euro mehr als ein Neurentner. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Wert kaum verändert, genauso wie bei den Rentnerinnen. Sie hätten 2013 im Durchschnitt 508 Euro erhalten. In Ostdeutschland habe es hingegen einen kräftigen Anstieg gegeben: Dort habe sich für Männer die durchschnittliche Altersrente von 1.073 auf 1.096 Euro erhöht und für Frauen von 730 auf 755 Euro.

In den Zahlen spiegelten sich die unterschiedlich starken Erhöhungen wider: Im vergangenen Jahr seien die Altersbezüge im Westen nur um 0,25 Prozent, im Osten um 3,29 Prozent angehoben worden. Auch zum 1. Juli 2014 würden die Renten nicht in gleichem Umfang angepasst: In Westdeutschland stiegen sie um 1,67 Prozent, im Osten der Republik um 2,53 Prozent, unter anderem deshalb, weil dort die Löhne deutlicher zugelegt hätten.

Unterschiedlich stark hätten sich deshalb auch die Renten für jene entwickelt, die wegen einer Erkrankung nicht mehr oder nicht mehr voll arbeiten können. Diese Erwerbsgeminderten, die erstmals eine solche Rente beziehen, seien im Durchschnitt 51 Jahre alt. Bundesweit erhielten sie durchschnittlich aber nur 613 Euro aus der Rentenkasse. Die Leistungen für diese unfreiwilligen Frührentner seien wegen der Rentenreformen zuletzt stark gesunken: Im Jahr 2000 hätten die Zahlungen für sie noch bei mehr als 700 Euro monatlich gelegen.

Die Statistiken der Deutschen Rentenversicherung zeigten ebenfalls: Immer mehr Menschen erhalten wegen einer psychischen Erkrankung erstmals eine Erwerbsminderungsrente. 2013 traf dies demnach auf immerhin 42,7 Prozent dieser Neurentner zu. Noch im Jahr 2000 sei die Diagnose nur bei jedem vierten Arbeitnehmer gestellt worden.

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