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Senioren und Jugendliche

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13.11.2015

Bericht Renten steigen ab 2017 langsamer

Aber immer noch mehr als in der Vergangenheit.

Berlin – Nach dem Rekordanstieg der gesetzlichen Altersgelder im kommenden Sommer müssen sich die 20 Millionen Ruheständler für den Rest des Jahrzehnts wieder mit etwas schwächeren Zuwächsen begnügen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht 2015 hervor, über den der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagsausgabe) berichtet. Demnach erwartet die Bundesregierung für das kommende Jahr eine Anhebung um 4,3 Prozent im Westen und 5,0 Prozent im Osten. In den Folgejahren liegen die Steigerungen dann zwischen zwei und drei Prozent.

Im Rentenversicherungsbericht gibt die Bundesregierung jährlich einen Ausblick auf die Entwicklung des gesetzlichen Altersvorsorgesystems. Diese Vorausberechnung kommt am nächsten Mittwoch ins Kabinett. Der Bericht geht für die kommenden Jahre von folgenden Rentenanpassungen (jeweils West/Ost) aus. 2017: 2,2 / 2,3 Prozent, 2018: 2,5 / 2,6 Prozent, 2019: 2,8 / 2,9 Prozent. Das wäre immer noch mehr als in der Vergangenheit. Die tatsächliche Rentenerhöhung wird immer erst im Frühjahr des jeweiligen Jahres entsprechend der Lohnentwicklung festgelegt.

Für politischen Zündstoff dürfte die Relation zwischen dem Rentenwert in den alten und neuen Ländern sorgen, der Basis für die Berechnung des individuellen Ruhegelds ist. Laut Koalitionsvertrag soll nämlich bis 2020 die Renteneinheit erreicht werden. Die offizielle Prognose zeigt nun, dass sich der Ost-Rentenwert von derzeit 92,6 Prozent zwar bis zum Ende des Jahrzehnts dem West-Wert auf 93,5 Prozent annähern wird. Die komplette Angleichung bis 2020 scheint ohne gesetzgeberische Eingriffe aber ausgeschlossen.

Der von Arbeitgebern und Beschäftigten zu entrichtende Rentenbeitrag wird nach Einschätzung der Ministeriums-Experten bis 2020 bei 18,7 Prozent stabil bleiben. Dann steigt er in der mittleren Prognose über 20,0 Prozent (2023) auf 21,5 Prozent im Jahr 2029.

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