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18.01.2015

Bericht Öffentliche Haushalte sparen Milliarden durch Zinsverfall

Belastung durch Zinszahlungen gegenüber 2013 um 11,6 Prozent gesunken.

Berlin – Die öffentlichen Haushalte in Deutschland haben durch den anhaltenden Zinsverfall auch im vergangenen Jahr Ausgaben in Milliardenhöhe gespart. Trotz annähernd konstanter Gesamtverschuldung sei die Belastung durch Zinszahlungen gegenüber 2013 um 11,6 Prozent gesunken: Dies ergaben der „Welt am Sonntag“ (18. Januar 2015) zufolge Berechnungen der Bundesbank.

2007, im Jahr vor dem Ausbruch der Weltfinanzkrise, mussten deutsche Finanzminister und Kämmerer im Schnitt fast 4,3 Prozent Zinsen für ihre Verbindlichkeiten zahlen; 2014 betrug der Durchschnittszins nach Bundesbank-Angaben nur noch gut 2,3 Prozent.

Auf Basis der Jahreszahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung, die das Statistische Bundesamt am Donnerstag dieser Woche vorlegte, hat die Bundesbank neue Berechnungen dazu angestellt, wie sich dieser Rückgang auf die Staatsfinanzen auswirkt. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 sparten die öffentlichen Haushalte 2013 Zinsausgaben in Höhe von rund 35,6 Milliarden Euro, 2014 stieg dieser Wert nach vorläufigen Berechnungen um 6,4 Milliarden Euro auf 42 Milliarden Euro an.

Zum Vergleich: Der gemeinsame Finanzierungsüberschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Milliarden Euro auf 11,9 Milliarden gestiegen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erzielte, wie diese Woche bekannt gegeben wurde, bereits 2014 eine „schwarze Null„; ursprünglich war der Finanzminister noch von einer Neuverschuldung in Höhe von 6,5 Milliarden Euro ausgegangen.

Die durch den Zinsverfall bedingten Minderausgaben für Zinszahlungen gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 betrugen nach Angaben der Bundesbank 2008 rund 0,4 Milliarden Euro, 2009 rund acht Milliarden, 2010 rund 18,3 Milliarden, 2011 rund 20,8 Milliarden und 2012 rund 27,4 Milliarden Euro. Insgesamt ergibt sich somit für die Jahre 2008 bis 2014 ein Betrag von rund 152,5 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung.

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