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Beate Z. im OLG München beim NSU-Prozess

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09.06.2013

Gutachten Neue Vorwürfe gegen Beate Z.

„Erhebliche Gefährdung für Leib und Leben Dritter.“

München – Ein neues Gutachten des Landeskriminalamts (LKA) Bayern belastet die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Z. nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ schwer. Demnach hätte der Brand in der Zwickauer Wohnung des Terrortrios Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zu einer Vielzahl von Toten und Verletzten führen können. Es habe „eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben Dritter“ bestanden, so die LKA-Gutachter. Nur durch glückliche Umstände und den schnellen Feuerwehr-Einsatz sei das Schlimmste verhindert worden.

Dem Gutachten zufolge hat eine Rentnerin, die während der Explosion am 4. November 2011 im Haus war, nur durch Glück überlebt. „Bei etwas ungünstigeren Verhältnissen“ wäre sie von einer einstürzenden Wand getroffen worden. Hätten sich Menschen in unmittelbarer Nähe des Hauses befunden, wären sie durch umherfliegende Mauerstücke in „akuter Lebensgefahr gewesen“.

Für Feuerwehrmänner stellten insbesondere die in der Wohnung gelagerten Waffen ein hohes Risiko dar. Laut LKA hätten sich aus durchgeladenen Pistolen tödliche Schüsse lösen können.

Das vom Oberlandesgericht München angeforderte Gutachten untermauert den Anklagevorwurf der besonders schweren Brandstiftung. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass Z. das Feuer gelegt hat. Allein dafür drohen Z., der zehn Morde zur Last gelegt werden, bis zu 15 Jahre Haft.

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