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18.07.2013

Bericht Millionenbetrug mit gefälschten HIV-Medikamenten

Bis zu zehn Jahre Haft drohen.

Flensburg – Wegen gewerbsmäßigen Betrugs und schwerer Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz hat die Staatsanwaltschaft Flensburg nach Informationen von NDR Info Anklage gegen einen Pharmahändler aus Norddeutschland erhoben. Dem 70-Jährigen werden 26 Delikte zur Last gelegt. Auch die Ehefrau und einen Angestellten des Pharmahändlers hat die Behörde angeklagt. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft Geldwäsche in 24 Fällen beziehungsweise Beihilfe vor.

Der Haupttäter soll sich HIV-Präparate beschafft haben, die für die Behandlung von infizierten Patienten in Südafrika vorgesehen waren. Die Medikamente soll er in den Jahren 2008 und 2009 über die Schweiz und Belgien nach Deutschland reimportiert, neu verpackt und hier unter anderem an Apotheker weiterverkauft haben.

Den Gewinn in Höhe von mindestens drei Millionen Euro soll die Ehefrau des Hauptangeklagten von einem geschäftlich genutzten auf ein privates Konto transferiert haben. Alleine von dem HIV-Medikament „Combivir“ sind offenbar auf diese Weise 5.000 Packungen wieder in die Bundesrepublik gelangt.

Wann der Prozess am Landgericht Flensburg beginnt, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg noch offen. Bei Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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