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Bundesagentur für Arbeit

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23.05.2015

Bericht Mehr Verfahren gegen Hartz-IV-Bezieher wegen Schwarzarbeit

„Leistungsmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt.“

Berlin – Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher, die nebenbei schwarz arbeiten, ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Wie „Bild“ und B.Z. (Samstag) unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichten, ist die Zahl der Verfahren wegen Schwarzarbeit gegen Stütze-Empfänger im vergangenen Jahr um rund 200 auf 40.149 gestiegen.

Insgesamt leiteten die Jobcenter 154.649 Verfahren wegen Leistungsmissbrauchs gegen arbeitslose Hartz-Empfänger ein. Das waren 5,4 Prozent weniger als 2013. In 29.017 Fällen verhängten die Ämter Bußgelder über insgesamt drei Millionen Euro, in 54.470 Fällen verurteilten Gerichte die Betrüger zu insgesamt 5,1 Millionen Euro. Außerdem wurden Haftstrafen über insgesamt 267 Jahre (mit Bewährung) und 79 Jahre (ohne Bewährung) verhängt.

BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt kritisierte die Vergehen gegenüber „Bild“ und B.Z.: „Leistungsmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt.“ Er betonte zugleich, die große Mehrheit der Hartz-IV-Bezieher halte sich an die Regeln.

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