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Bericht Grüne haben Datenschutz-Probleme bei Wahlkampf-App

„Die Wahlkampf-App befindet sich noch im Probelauf.“

Mittweida – Die Wahlkampf-App der Grünen wird in Bezug auf den Datenschutz als bedenklich eingestuft. Das ergab eine Analyse der Hochschule Mittweida, welche die Wahlkampf-Apps der Parteien im Auftrag des MDR mit Blick auf Datensicherheit und Einhaltung des Datenschutzes ausgewertet hat.

Mit der Wahlkampf-App erfassen die Grünen demnach, ob eine Haustür geöffnet wurde, wie die Reaktion war sowie die Wahlwahrscheinlichkeit. Weil mit der App GPS-Standortdaten erfasst und gespeichert werden können, sind die anonym erhobenen Daten einer Person zuzuordnen. Dies stellt vor allem in Gebieten mit wenigen Häusern und Anwohnern ein Problem dar.

Dirk Pawlaszczyk, Professor für Cyber-Sicherheit an der Hochschule Mittweida, kommt in seinem Testbericht zu dem Schluss: „Die Wahlkampf-App der Grünen ist in Punkto Datensicherheit und Datenschutz als bedenklich einzustufen.“ Ohne die ausdrückliche Zustimmung der Betroffenen sei eine solche Form der Datenerhebung aus Sicht des Datenschutzes problematisch.

Die Grünen gaben in einer Reaktion auf das Testergebnis die Erhebung der GPS-Standortdaten zu. Das diene lediglich der Dokumentation, welches Haus bereits besucht worden sei, sagte eine Sprecherin dem MDR. Nach der Datenübertragung auf den Server würde die politische Einstellung der angetroffenen Person anonymisiert gespeichert. „Die Wahlkampf-App befindet sich noch im Probelauf. Nach dem Sommer werden wir sie evaluieren“, sagte die Sprecherin weiter.

Ein Personenbezug besteht jedoch laut Pawlaszczyk weiterhin: Denn die App der Grünen speichert sämtliche Einträge erst lokal auf dem Handy bevor sie sie weitergibt. Die Zwischenspeicherung auf dem Handy stelle ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar.

14.08.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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