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Google-Nutzer am Computer

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31.05.2014

Bericht Google erhält 12.000 Löschanträge an einem Tag

Europaweit 12.000 Löschgesuche.

Berlin – Der Internetgigant Google hat am ersten Tag, am dem das Antragsformular zur Löschung von Einträgen ins Netz gestellt wurde, laut eines „Spiegel“-Berichts bereits 12.000 Löschgesuche erhalten. Google hatte den Antrag als Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum „Recht auf Vergessenwerden“ ins Internet gestellt. Wer Einträge über sich selbst gelöscht haben will, kann das dort beantragen.

Allerdings will die größte Suchmaschine der Welt Einträge nicht einfach entfernen. „Aus Transparenzgründen wollen wir neben dem Hinweis, dass bei den Suchergebnissen Treffer nicht angezeigt werden, auch Informationen über das Ausmaß der Löschanfragen insgesamt geben“, heißt es bei Google. Das könnte in Zukunft etwa im Rahmen des halbjährlichen Transparenzberichts geschehen, den das Unternehmen seit 2010 erstellt.

Bislang können gelöschte Einträge auf chillingeffects.org, einem Projekt mehrerer US-Universitäten und einer Bürgerrechtsorganisation, einzeln nachvollzogen werden. Auch wer eine Löschung beantragt hat, ist in der Datenbank der Website sichtbar. „Das wird bei Suchtreffer-Entfernungen auf Grundlage des EuGH-Urteils so nicht sein. Wir werden auf den Schutz der Anonymität achten“, sagte ein Google-Sprecher.

Allein am Freitag erreichten Google laut des Berichts, der sich auf Informationen aus dem Unternehmen beruft, europaweit 12.000 Löschgesuche.

Anders als Google möchte Konkurrent Bing vorerst abwarten und kein Löschformular einrichten. Derzeit erreichten die Suchmaschine nur sehr wenige Löschgesuche, so Bing-Betreiber Microsoft.

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