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Regierungsjet A340-313X VIP "Theodor Heuss" der Luftwaffe

© über dts Nachrichtenagentur

06.08.2017

Bericht Flugbereitschaft der Luftwaffe leidet unter Personalmangel

„Die Ruhezeit, die wir einhalten müssen, bekommen wir, aber keine Minute mehr.“

Berlin – Die Flugbereitschaft der Luftwaffe, die etwa Reisen der Bundeskanzlerin und ihrer Minister durchführt, leidet unter erheblichem Personalmangel. Wie das Kommando Luftwaffe auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mitteilte, seien Dutzende Stellen beim Kabinenpersonal unbesetzt.

„Derzeit sind 44 militärische Dienstposten für Lufttransportbegleitpersonal zur Besetzung im Jahr 2019 ausgeschrieben.“ Während es beim zivilen Personal keine Vakanzen gebe, „sind im Bereich des militärischen Personals derzeit 33 Dienstposten vakant“. Mit Stand Ende Juli 2017 stehen 85 Soldaten als Lufttransportbegleitpersonal zur Verfügung. Hinzu kommen 21 zivile Begleitpersonen.

Im Jahr 2012 zählte die weiße und die graue Flotte – die weißen Maschinen transportieren Politiker, die grauen Soldaten – 1.880 Flüge, schreibt die Zeitung. Fast immer sind zwischen einem (Global 5000) und zehn Flugbegleitern (A-340) an Bord. Das Flugaufkommen war 2016 geringer (1.500), doch das war eine Ausnahme. Sie ergab sich, weil die drei Hubschrauber AS-532 aus technischen Grünen im zweiten Halbjahr nicht flogen. Zudem fehlte ein A-310. Er wurde in Syrien als Tankflugzeug eingesetzt. „Unter Berücksichtigung dessen verblieb das Flugaufkommen in den vergangenen vier Jahren auf vergleichbarem Niveau“, heißt es bei der Luftwaffe.

Die Zahl der Flüge allein liefere zudem ein unscharfes Bild: „Zusätzlich zum Flugaufkommen sollte das Vorhalten von Bereitschaften für ungeplante Flüge Beachtung finden.“ Das betrifft nicht nur Technik, sondern auch Personal.

Betroffene militärische Flugbegleiter klagen über die harten Arbeitsbedingungen. „Eines der Hauptprobleme sind die immer kürzeren Standzeiten. Wir sind nur noch in der Luft und versuchen nach der Landung zu schlafen“, sagte ein Zeitsoldat der „Welt am Sonntag“.

Vor allem die Bundeskanzlerin hält die Aufenthaltsdauer vor Ort so kurz wie möglich. Das hat Folgen für die Crew, die an Bord Dienst tut. „Oft dauern die Reisen gerade noch so lange, dass es nicht nötig ist, eine komplette zweite Crew einzufliegen. Die Ruhezeit, die wir einhalten müssen, bekommen wir, aber keine Minute mehr“, sagte der Soldat.

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