Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

London Eye an der Themse

© über dts Nachrichtenagentur

07.06.2017

Bericht Finanzplatz London war Hauptdrehscheibe bei Cum-Ex-Geschäften

Es seien „nur sehr wenige Personen gewesen, die die Fäden gezogen haben“.

London – Der Finanzplatz London ist offenbar die Hauptdrehscheibe bei sogenannten Cum-Ex-Geschäften, mit denen der deutsche Fiskus jahrelang ausgeplündert worden war, gewesen. Laut eines Berichts von „Zeit“, „Zeit Online“ und des NDR-Magazins „Panorama“ verursachte eine Bande von nur einem knappen Dutzend Londoner Investmentbankern den Großteil des Milliardenschadens durch Cum-Ex.

Mehrere Mitglieder der Bande sagen dem Bericht zufolge derzeit umfassend bei der Kölner Staatsanwaltschaft aus. Demnach sprachen sich die Londoner Investmentbanker bei Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag hoch konspirativ ab, um vom deutschen Staat Steuern erstattet zu bekommen, die nie abgeführt wurden. Der Nachweis solcher Absprachen würde die Wahrscheinlichkeit späterer Verurteilungen drastisch erhöhen, schreiben die drei Medien.

Die Mitglieder des mutmaßlich kriminellen Netzwerks hätten sich gegenseitig Spitznamen wie „der Mann in kurzen Hosen“, „der Autist“, „der Gentleman“ oder „der Verrückte“ gegeben. Um bei ihren mutmaßlich illegalen Absprachen nicht aufzufliegen, hätten sie für jeden Handel ein neues Prepaid-Handy genutzt.

Obwohl der Cum-Ex-Markt riesig gewesen sei, seien es „nur sehr wenige Personen gewesen, die die Fäden gezogen haben“, sagte ein Insider „Panorama“, „Zeit“ und „Zeit Online“. Die mutmaßliche Bande habe nicht nur auf eigene Rechnung gehandelt, sondern das Cum-Ex-Geschäft auch Dritten angeboten.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bericht-finanzplatz-london-war-hauptdrehscheibe-bei-cum-ex-geschaeften-97813.html

Weitere Nachrichten

Frankfurter Wertpapierbörse

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Deutsche Börse setzt auf neue Geschäftsfelder

Nach der gescheiterten Fusion mit der London Stock Exchange will Börsenchef Carsten Kengeter offenbar neue Geschäftsfelder erschließen. Kengeters neue ...

Frankfurter Wertpapierbörse

© über dts Nachrichtenagentur

Nach geplatzter Fusion Hermes will Deutsche-Börse-Vorstand nicht entlasten

Der Deutschen Börse droht nach der geplatzten Fusion mit der London Stock Exchange eine turbulente Hauptversammlung: Der britische Aktionärsberater Hermes ...

RWE Essen

© Wiki05 / gemeinfrei

Aktien Dortmund will stärker bei RWE einsteigen

Dortmund prüft den Erwerb zusätzlicher Aktien des Essener Energiekonzerns RWE. "Wir können uns gut vorstellen, weitere RWE-Aktien zu kaufen", sagte ...

Weitere Schlagzeilen