Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Flüchtlingslager

© über dts Nachrichtenagentur

20.06.2017

Bericht EU zahlte wegen Flüchtlings-Deal 222 Millionen Euro an Ankara

Effektiv ausgezahlt wurden von der EU bisher 811,4 Millionen Euro.

Brüssel – Der türkische Staat profitiert offenbar doch viel stärker vom Flüchtlings-Deal mit der EU als bisher bekannt: Wie die „Bild“ (Dienstag) unter Berufung auf neue Zahlen der EU-Kommission berichtet, hat Brüssel der Regierung in Ankara bereits 222 Millionen Euro direkt überwiesen, obwohl das Geld eigentlich nur an Hilfsorganisationen gehen sollte.

Danach wurden von den insgesamt zugesagten drei Milliarden Euro bisher 1,572 Milliarden Euro für Projekte in der Türkei fest zugesagt. Davon sollen 660 Millionen Euro an Regierungsstellen der Türkei gehen: Je 300 Millionen Euro an das Gesundheits- und an das Bildungsministerium sowie 60 Millionen Euro an das Flüchtlings-Direktorat.

Effektiv ausgezahlt wurden von der EU bisher 811,4 Millionen Euro, davon gingen 222 Millionen Euro an die türkische Regierung. Damit war die Regierung in Ankara laut „Bild“ der zweitgrößte Nutznießer der bisher ausgezahlten EU-Finanzhilfen.

Nur das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat mit 310 Millionen Euro bisher mehr Geld aus Brüssel erhalten. Andere Hilfsorganisationen bekamen bisher erheblich geringere Beträge aus dem EU-Topf. So gingen zum Beispiel. 9,6 Millionen Euro an die Weltgesundheitsorganisation (WHO), 7,6 Millionen Euro an die Diakonie und zwei Millionen Euro an die Deutsche Welthungerhilfe.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bericht-eu-zahle-wegen-fluechtlings-deal-222-millionen-euro-an-ankara-98371.html

Weitere Nachrichten

Hamburg

© über dts Nachrichtenagentur

G20-Gipfel Regierung will Kriegsschiff nach Hamburg verlegen

Die Bundesregierung will beim G20-Gipfel vom 7. bis 8. Juli in Hamburg auch für die schwersten Fälle von Terrorismus gewappnet sein: Wie das ...

Computer-Nutzer

© über dts Nachrichtenagentur

Quellen-Telekommunikationsüberwachung Richterbund begrüßt neue Nutzung von Staatstrojanern

Der Deutsche Richterbund (DRB) verteidigt das umstrittene Überwachungsgesetz der Bundesregierung. "Es kann nicht sein, dass die Ermittler bei einem ...

Tastatur

© über dts Nachrichtenagentur

Quellen-Telekommunikationsüberwachung Schaar kritisiert Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung

Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat das Gesetz über die Nutzung von Staatstrojanern zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung sowie ...

Weitere Schlagzeilen