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Deutsches Bundeswehrcamp "Camp Marmal" in Afghanistan

© über dts Nachrichtenagentur

26.06.2015

Bericht Bundeswehr bleibt länger in Afghanistan als geplant

Ein übereilter Abzug könnte Afghanistan ins Chaos stürzen.

Berlin – Die Bundesregierung stellt sich offenbar darauf ein, dass die Bundeswehr länger im Norden Afghanistans bleibt als bislang geplant. Dies geht aus Überlegungen im Verteidigungsministerium und im Auswärtigen Amt hervor, berichtet der „Spiegel“.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter habe auf seiner Europareise in dieser Woche in internen Gesprächen erklärt, er wolle unter den Truppenstellern „keine Aufbruchstimmung aufkommen lassen“.

Ursprünglich wollte die Bundesregierung die Anzahl der Soldaten im kommenden Jahr reduzieren und sich auf die Hauptstadt Kabul als Einsatzgebiet konzentrieren. Nun werden Überlegungen angestellt, wie man den Einsatz in Masar-i-Scharif bis Ende 2016 aufrechterhalten kann, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Die Bundeswehr unterstützt den Ausbildungseinsatz „Resolute Support“ bisher mit bis zu 850 Soldaten und ist Führungsnation im Norden. In der Nato gibt es die Befürchtung, ein übereilter Abzug würde Afghanistan ins Chaos stürzen.

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