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07.08.2013

Bericht Ausspäh-Affäre angeblich doch nicht so schlimm

Es spreche vieles dafür, dass die Aufregung ziemlich fehl am Platz war.

Berlin – Der NSA-Skandal, der wochenlang die deutsche Öffentlichkeit beschäftigt hat, steht laut eines Zeitungsberichtes angeblich vor einer überraschenden Wende. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ gehen deutsche Sicherheitsexperten inzwischen davon aus, dass es keine massenhafte Ausspähung deutscher Verbindungsdaten durch die USA gegeben hat. Vielmehr lasse sich das riesige Volumen von 500 Millionen Datensätzen, das nach Angaben des US-Enthüllers Edward Snowden Monat für Monat vom US-Geheimdienst NSA in Deutschland erhoben wird, klar auf den Bundesnachrichtendienst (BND) zurückführen.

In den NSA-Papieren, die Snowden dem Magazin „Der Spiegel“ einsehen ließ, waren als Zapfstellen des NSA unter anderem die Bezeichnungen US 987-LA und US 987-LB angegeben. In einer Stellungnahme des deutschen Auslandsgeheimdienstes heißt es wörtlich: „Der BND geht davon aus, dass die SIGAD US 987-LA und LB Bad Aibling und der Fernmeldeaufklärung in Afghanistan zuzuordnen sind.“ Das würde bedeuten, dass hauptsächlich Daten aus dem Ausland weitergereicht wurden.

Es spreche vieles dafür, dass die Aufregung ziemlich fehl am Platz war, schreibt die Zeitung weiter. Die US-Amerikaner spionierten nach Ansicht der Zeitung nicht etwa, wie der „Spiegel“ gemutmaßt hatte, Deutschland in einem viel stärkeren Maße aus als andere verbündete EU-Staaten.

Das hohe Datenvolumen, das laut Snowdens Schaubild in der Bundesrepublik abgeschöpft wird, werde hingegen vom deutschen BND freiwillig und selbst geliefert auf Grundlage einer Übereinkunft zur technischen Zusammenarbeit, die kurz nach den Terroranschlägen des 11. September unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder (SPD) getroffen worden sei.

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