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30.10.2013

Bericht Auch Ärzte handeln mit Patientendaten

Branchenexperten schätzen den Umsatz auf jährlich 30 Millionen Euro.

Berlin – Ärzte geben laut Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ Daten ihrer Patienten an Marktforschungsunternehmen weiter. Die Marktforschungsunternehmen verkaufen die Daten ihrerseits unter anderem an die Pharmaindustrie, heißt es in dem Bericht der Wochenzeitung. Es handelt sich um Daten über Diagnosen, Behandlungen und Verschreibungen.

Die Patienten wissen von all dem nichts. Bisher war lediglich bekannt geworden, dass Apothekenrechenzentren im großen Stil Rezeptdaten verkaufen. Jetzt wird klar: Auch Ärzte sind in das Geschäft verwickelt. Sie bekommen dafür entweder ein paar Hundert Euro im Jahr – oder werden lediglich mit Marktanalysen entlohnt.

„Es darf nicht sein, dass Ärzte für ein paar Hundert Euro ihr Berufsethos verkloppen“, sagte der Jurist Thomas Giesen, der sich seit Jahrzehnten mit Persönlichkeitsrechtsfragen in der Medizin befasst. Der Kritiker sieht in dem Handel mit Patientendaten einen Angriff auf die ärztliche Schweigepflicht.

Branchenexperten schätzen den Umsatz der Marktforscher mit Patientendaten in Deutschland auf jährlich 30 Millionen Euro.

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