Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

AOK rechnet mit deutlich höheren Arzneimittelpreisen

© dts Nachrichtenagentur

18.09.2010

Bericht AOK rechnet mit deutlich höheren Arzneimittelpreisen

Stuttgart – Der stellvertretende Vorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann, geht davon aus, dass die AOK aufgrund des neuen Arzneimittelgesetzes ab 1. Januar deutlich höhere Preise für Generika-Arzneimittel bezahlen müssen. Komme das Arzneigesetz so wie geplant, würden die AOK ihre bisher erfolgreichen Rabattverträge nicht mehr fortführen können, erklärte Hermann dem Magazin „Der Spiegel“.

Eine Klausel des geplanten Gesetzes besagt, dass das Kartellrecht künftig in vollem Umfang auch auf die Krankenkassen ausgedehnt wird. Der große AOK-Verband könnte dann nicht mehr so hohe Medikamentenrabatte erzielen wie bisher. „In dem Moment, wo es in die Fläche geht, werden die Rabattverträge kaputtgemacht“, sagt Hermann. AOK-Verhandlungsführer Hermann habe durch Rabattverträge mit den Generikafirmen allein in diesem Jahr Einsparungen in Höhe von 520 Millionen Euro für die AOK-Versicherten erzielt.

Die Ankündigung von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), bei Arzneimitteln zwei Milliarden Euro einsparen zu wollen, hält der AOK Baden-Württemberg-Vizechef für eine Illusion: „Die paar Kröten, die die Regierung im Patentgeschäft einspart, verlieren wir im Rabattgeschäft wieder“, so Hermann.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bericht-aok-rechnet-mit-deutlich-hoeheren-arzneimittelpreisen-15268.html

Weitere Nachrichten

Clemens Fuest 2012 ZEW

© Institut der deutschen Wirtschaft Köln / CC BY 2.0

Agenda 2010 Wirtschaftsweisen-Chef warnt SPD vor Aufweichung

Deutsche Top-Ökonomen haben die SPD davor gewarnt, die Reformagenda 2010 aufzuweichen. "Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, ...

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Donald Trump 2015

© Gage Skidmore / CC BY-SA 3.0

Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff Wir machen keine Pfötchen vor Trump

Der Arbeitgeberfunktionär und Unternehmer Arndt Kirchhoff, sieht "ein bisschen verwirrt" aber gelassen auf das Verhalten des neuen US-Präsidenten. "Die ...

Weitere Schlagzeilen