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Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg

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06.09.2017

Bericht 95 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G20-Gipfel

Neben den 95 Ermittlungsverfahren gebe es 100 weitere sogenannte Prüffälle.

Hamburg – Nach dem Großeinsatz beim G20-Gipfel in Hamburg wird einem Zeitungsbericht zufolge gegen 95 Polizisten wegen möglicher Straftaten intern ermittelt.

Es laufen 78 Verfahren wegen Körperverletzung im Amt, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“ in ihrer Hamburg-Ausgabe. In sieben Fällen werde wegen Nötigung ermittelt, in drei wegen Strafvereitelung im Amt. Jeweils zwei Verfahren würden wegen Beleidigung und Verletzung des Dienstgeheimnisses laufen. In einem Fall werde wegen Bedrohung ermittelt, schreibt die Zeitung. Ein weiterer Fall wegen sexueller Belästigung bezieht sich nach Informationen der „Zeit“ auf das Verhalten eines Polizisten in seiner Freizeit.

Zur Aufklärung der Vorwürfe gegen Polizisten hat die Hamburger Innenbehörde eine Sonderkommission im Dezernat für Interne Ermittlungen eingesetzt. „Wir sind davon überzeugt, dass die G20-Ereignisse sehr ernsthaft aufgearbeitet werden müssen“, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) der Wochenzeitung. „Wir können das nicht von anderen verlangen, wenn wir nicht bei uns selbst damit anfangen.“ Die Soko solle daher nicht nur strafbares Fehlverhalten von Polizisten aufklären, sondern allen Vorwürfen gegen Polizisten im Zusammenhang mit G20 nachgehen, so Grote. Dazu wertet sie auch Videos und Berichte im Internet aus.

Neben den 95 Ermittlungsverfahren gebe es 100 weitere sogenannte Prüffälle, schreibt die Zeitung. Dabei sollen sich Polizisten nach erster Einschätzung zwar nicht strafbar gemacht haben, aber dennoch auffällig geworden sein. Auch in diesen Fällen wird laut Bericht ermittelt.

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