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09.04.2010

Bereits über 180 Tote nach schweren Unwettern in Brasilien

Rio de Janeiro – In Brasilien ist die Zahl der Todesopfer nach den andauernden Unwettern der letzten Tage auf über 180 gestiegen. Medienberichten zufolge seien die meisten Menschen in der Stadt Niterói gestorben. Dort seien bisher 107 Personen tot geborgen worden, nachdem eine Schlammlawine am Mittwochabend über 50 Häuser einer Armensiedlung weggerissen hatte. „Wir wissen, dass ungefähr 60 Häuser begraben wurden“, sagte Sergio Cortes vom Gesundheitsministerium des Bundesstaates Rio.

Wie viele Menschen bei diesem Erdrutsch in Niterói verschüttet wurden, sei noch nicht klar. „Im schlimmsten Fall 200“, schätzte Cortes. Neben den Wohnhäusern wurden die Gebäude eines Kindergartens und einer Bar zerstört. In der Region von Rio kam es infolge der schweren Regenfälle zu mehr als 200 Erdrutschen. Rund 18.000 Personen haben ihre Häuser aus Furcht vor erneuten Erdrutschen verlassen müssen. Der Bürgermeister von Rio will die Bewohner mehrerer Siedlungen mittels eines Dekrets zum Verlassen ihrer Häuser bringen. Notfalls werde er mit Polizeigewalt gegen die Siedler vorgehen.

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