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04.05.2014

Berechnungen Deutsche Einheit kostete rund zwei Billionen Euro

Rund 60 bis 65 Prozent dieses Geldes seien in den Sozialbereich geflossen.

Berlin – Die Deutsche Einheit soll bislang netto rund zwei Billionen Euro gekostet haben. Dies geht aus Berechnungen von Wissenschaftlern und Wirtschaftsforschungsinstituten für die „Welt am Sonntag“ hervor. Zwischen 1991 und 2013 flossen demnach laut dem Dresdner ifo-Institut jährlich zwischen acht und 14,5 Milliarden Euro allein an wachstumsfördernden Maßnahmen in den Osten. Insgesamt betrugen die direkten und ausschließlichen Finanztransfers in den Osten seit 1991 laut ifo-Institut rund 560 Milliarden Euro. Darin enthalten seien Mittel aus dem Fonds Deutsche Einheit, der Treuhandanstalt, die Investitionszulange und die wachstumsorientierten Ausgaben des Bundes.

Insgesamt sollen die in den Osten geflossenen Finanztransfers aber höher liegen: Laut einer Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) haben die Regierungen der fünf Ost-Länder und ihre Bevölkerung seit der Wiedervereinigung rund 1,5 Billionen Euro mehr verbraucht, als sie selbst produziert haben.

Rechnet man alle Finanztransfers in den Osten zusammen – die verschiedenen Wirtschaftsfördertöpfe, Solidarpark, Länderfinanzausgleich, EU-Fördermittel, Transfers über die Sozialsysteme abzüglich der selbst erzeugten Steuern und Sozialabgaben – kommt Klaus Schröder vom Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin am Ende auf einen runden Betrag: „Die Deutsche Einheit hat zwischen 1990 und 2014 netto knapp zwei Billionen Euro gekostet“, schätzt er. Rund 60 bis 65 Prozent dieses Geldes seien in den Sozialbereich geflossen, davon wiederum ein Großteil in die Rente.

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