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Zwei Frauen in Burkas

© Steve Evans from India and USA / CC BY 2.0

12.11.2016

Justizminister Maas Behördengänge ohne Burka

„Wer dort erscheint, muss sich identifizieren und ausweisen.“

Düsseldorf – In der Debatte um Burkas in der Öffentlichkeit hat sich Justizminister Heiko Maas (SPD) dafür ausgesprochen, dass Behördengänge ohne Vollverschleierung erledigt werden sollen.

„Nachvollziehen kann ich, dass man schon aus ganz praktischen Gründen nicht vollverschleiert in Behörden gehen kann, um seine Anliegen vorzutragen. Wer dort erscheint, muss sich identifizieren und ausweisen – das geht nicht ohne Weiteres mit einer Vollverschleierung“, sagte Maas der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Bezogen auf Mütter, die ihre Kinder aus der Kita abholen, sagte Maas: „Losgelöst von der Verbotsdebatte: Die Erzieherinnen und Erzieher sollten zumindest erkennen können, wer die Kinder abholt.“ Grundsätzlich meint Maas: „Die Burkadebatte hat nichts mit innerer Sicherheit zu tun, sondern ist eine Frage der Integration. Und: Wir müssen nicht alles verbieten, was uns nicht gefällt.“

Die Sendung von Anne Will, in der am vergangenen Sonntag eine vollverschleierte Frau auftrat, kritisierte Maas: „Es hilft nicht, eine Frau einzufliegen, die in der Burka vor laufenden Kameras Millionen Zuschauern den Eindruck vermittelt, in diesem Land sehe man an jeder Ecke vollverschleierte Frauen. Das erzeugt ein völlig falsches Bild.“ Maas betonte zugleich: „Eine solche Einladung auszusprechen, unterliegt allein der Entscheidungsfreiheit der Medien.“

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