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Beamen mit Laser statt Lampe

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24.02.2012

CeBIT Beamen mit Laser statt Lampe

Computermesse CeBIT präsentiert günstigere Ultrabooks und sparsamere Prozessoren.

Hannover – Die Computermesse CeBIT in Hannover ist eigentlich auf die Bedürfnisse professioneller Anwender zugeschnitten. Doch 2012 soll es vom 6. bis 10. März unter dem Motto „Managing Trust“ laut Messechef Frank Pörschmann anders sein: „Wer in diesem Jahr die CeBIT besucht, hält Anschluss an die digitale Zukunft.“

Die Hightech-Industrie habe sich zwar inzwischen von Messen entkoppelt, räumt Pörschmann ein. Doch „die Neuigkeitsdichte ist immer noch die höchste in der Hightech-Veranstaltungsbranche.“ Dies beziehe sich nicht nur auf Produkte, sondern auch auf Lösungen, zum Beispiel beim Thema Internetsicherheit. Als Hardwareschwerpunkte der diesjährigen Schau nennt der Messechef Smartphones, Tablets und Ultrabooks. „Zudem gibt es aber auch einen Ausblick, auf das, was uns in den nächsten zwölf Monaten erwartet wie 3D-Displays und Hybridfernsehen oder allgemein das Thema Projektion.“

Das taiwanesische Unternehmen BenQ zum Beispiel präsentiert in Hannover den ersten Beamer der Welt, der mit Laser statt Lampe arbeitet. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin sind die Modelle LX60ST und LW61ST zunächst für den Bildungsbereich bestimmt. Damit sollen bei einem Kontrastverhältnis von 80.000 zu 1 bis zu 20.000 wartungsfreie Stunden möglich sein, ohne den lästigen Lampenwechsel. Mit rund 2.500 Euro hat die neue Technik ihren Preis, allerdings sieht BenQ diese bald auch in Händen von Privatnutzern. Die Technologie werde auch in den Heimkinobereich hineinwachsen, sagte die Unternehmenssprecherin.

Ansonsten ist die Messe für Privatnutzer nach Einschätzung von Sven Schulz von der Fachzeitschrift „Computerbild“ eher interessant im Segment Tablet-PCs und Utrabooks. Vor allem bei den Konkurrenten des iPad tue sich einiges. „Die Geräte werden langsam etwas günstiger“, beobachtet Schulz. Zudem gebe es mehr Auswahl in puncto Größe und Leistungsfähigkeit. Auf der Messe ist unter anderem das Stylistic M532 von Fujitsu mit Android 4.0 und Google Apps zu sehen. Es wiegt 550 Gramm, bietet einen 10,1 Zoll-Bildschirm sowie UMTS und WLAN-Empfang, der Preis ist aber noch nicht bekannt. Asus, Acer und Lenovo haben laut Schulz neue Tablet-PCs mit dem Nvidia-Prozessor Tegra 3 angekündigt, der mit seinen fünf Kernen schneller und stromsparender als aktuelle Doppelkerner arbeitet.

Ganz auf Performance ausgerichtet sind die neuen Ultrabooks, welche den hauchdünnen mobilen Computern von Apple Konkurrenz machen sollen. Der Markt ist hier riesig, Intel erwartet bis zum Jahresende einen Marktanteil der Notebooks von 40 Prozent. Die Preise für die Ultrabooks würden auch hier noch deutlich unter die Marke von 1.000 Euro fallen, meint Computerbild-Redakteur Schulz. Ultrabooks eigneten sich vor allem für das mobile und effiziente Arbeiten. Die meisten seien mit SSD-Laufwerken und nicht mehr mit Festplatten ausgestattet. Systemstarts und Programme laden sei damit teilweise doppelt so schnell möglich. Dank neuer Prozessoren, zum Beispiel den Ivy-Bridge-Modulen von Intel, böten die Ultrabooks auch eine erheblich höhere Akkulaufzeit. Außerdem verbrauchen sie laut Schulz erheblich weniger Strom. Erste Modelle in mobilen PCs seien ab Mai oder Juni zu erwarten.

Während dies noch Zukunftsmusik ist, sind andere konkrete Anwendungen auf der Cebit schon zu sehen, zum Beispiel Minibeamer von BenQ oder Assmann, die Bilder vom Iphone oder iPod an die Wand werfen. Um Inhalte vom Smartphone auf dem Bildschirm im Arbeits- oder Wohnzimmer anzeigen zu können, zeigt AOC einen 23 Zoll großen Full-HD-Monitor, der gleichzeitig eine Dockingstation für iPhone und iPod ist.

Zahlreiche Neuheiten gibt es auch rund um den neuen Mobilfunkstandard LTE, der speziell ländliche Gebiete abdecken soll. AVM zeigt hier die Box 6842 LTE,der Preis ist allerdings noch offen. Die neue Technik habe für Smartphones und Tablet PCs allerdings weniger Relevanz, meint Schulz. Sie sei vor allem für das Übertragen hochauflösender Videos sinnvoll oder an Orten, wo gleichzeitig viele Nutzer zugreifen und somit hohe Bandbreiten benötigt werden, sagt Schulz – im ICE zum Beispiel oder an Orten mit öffentlichem WLAN.

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