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Ulrich Grillo

© RudolfSimon / CC BY-SA 3.0

18.06.2016

BDI Industriechef Grillo warnt vor „dramatischen“ Folgen eines Brexits

„Deutschland ist das wichtigste Lieferland Großbritanniens.“

Düsseldorf – Industriepräsident Ulrich Grillo hat vor erheblichen negativen Folgen eines britischen EU-Austritts für die deutsche und europäische Wirtschaft gewarnt. „Ein britischer Austritt würde eine hohe Rechtsunsicherheit für die Wirtschaft bedeuten. Gerade deutsche Unternehmen wären dramatisch betroffen“, sagte Grillo der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Deutschland ist das wichtigste Lieferland Großbritanniens und zweitwichtigster Absatzmarkt für britische Produkte“, sagte Grillo. „Als Folge würden Investitionen stark schrumpfen“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Auch die politischen Folgen eines Brexits wären aus Sicht der Wirtschaft verheerend. „Die Briten sind für uns auf dem Kontinent entscheidende Partner. Wir brauchen sie, um strukturelle Reformen durchzusetzen und wettbewerbsfähiger zu werden“, betonte der Industriepräsident.

Europa habe „unendlich viel von einem starken britischen Partner in der EU“. Denn nur gemeinsam „werden wir Europäer in der Welt noch erfolgreich sein können. Sonst versinken wir getrennt in der Bedeutungslosigkeit“, warnte Grillo. „2050 wird voraussichtlich kein einziges europäisches Land allein mehr zu den neun größten Volkswirtschaften weltweit zählen“, sagte der BDI-Präsident.

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