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15.11.2009

Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer verteidigt Betreuungsgeld

München – Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) hat das Betreuungsgeld verteidigt. Das Geld sei ein „Signal der Wertschätzung“ für Mütter, die ihre kleinen Kinder daheim erziehen, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Ohne dieses „Gegenstück“ zum milliardenschweren Krippenausbau „lenken wir einseitig“, warnte die CSU-Politikerin. Der Staat dürfe nicht den Eindruck schüren, dass sich „Kleinkinder in der häuslichen Umgebung nicht richtig entwickeln.“ Persönliche Kritik richtet Haderthauer an ihre Kollegen. „Ich schmunzele schon ein wenig, wenn ich manche Politiker über Krippen räsonieren höre, die garantiert nicht mal eine Woche am Stück mit ihren eigenen Kindern verbracht haben.“

Weiter rügt die Ministerin: „Da wird über Ein- und Zweijährige geredet wie über Kleinwagen, die man zum Waschen in eine Werkstatt gibt und dann versehen mit sozialer Kernkompetenz und Sprachkenntnissen wieder abholt.“ Im koalitionsinternen Streit schlug Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in FOCUS moderate Töne an. Sie betonte, es gehe bei einer Gutschein-Lösung fürs Betreuungsgeld „nicht etwa um Misstrauen, sondern um Ermutigung der Eltern, damit sie die Entwicklung ihrer Kinder gut fördern können“. Kritiker des Betreuungsgeldes, das monatlich 150 Euro betragen soll, hatten Bedenken geäußert, sozial schwache Familien könnten das Geld als Anreiz sehen, ihre Kinder nicht in Krippen oder Kindergärten zu schicken oder es gar für eigene Bedürfnisse verwenden.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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