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Bayern muss um Viertelfinaleinzug bangen

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22.02.2012

Champions-League Bayern muss um Viertelfinaleinzug bangen

Strauchelnder Rekordmeister unterliegt dem FC Basel – Alarmglocken schrillen lauter.

Basel – Bayern Münchens Alarmglocken schrillen immer lauter: Der deutsche Rekordmeister hat auch auf Europas Bühne den Weg aus der Krise nicht gefunden und droht, binnen weniger Wochen den zweiten Titel aus den Augen zu verlieren. Durch das keineswegs unverdiente 0:1 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Basel steht die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes beim Rückspiel am 13. März enorm unter Zugzwang, um den Traum vom Heimfinale aufrecht zu erhalten. Das zweite Achtelfinal-Aus in Folge käme in München einer Katastrophe gleich: Heynckes stehen bis zum Prestigeduell gegen Schalke 04 am Sonntag turbulente Tage bevor.

Der eingewechselte Valentin Stocker sorgte in der 86. Minute vor 36.000 Zuschauern auf dem Acker im Basler St.-Jakob-Park nach dem Sieg gegen Manchester United für die zweite Basler Sensation binnen zwei Monaten. Der Einzug ins Viertelfinale wäre für den Schweizer Meister ein historischer Erfolg. Bayern hingegen wirkte trotz zahlreicher Einzelgespräche, einer unmissverständlichen Kabinenansprache von Karl-Heinz Rummenigge und der Begnadigung von Edelreservist Arjen Robben über weite Strecken weiterhin angeschlagen und ideenlos: Krise deluxe.

Bayern beginnt gut – Basel reagiert schnell

David Alaba mimte in der vor allem in der ersten Hälfte unterhaltsamen und temporeichen Partie erneut den Vertreter des wohl noch vier Wochen verletzten Bastian Schweinsteiger. An seiner Seite stand Anatoli Timoschtschuk statt Luiz Gustavo. Robben verdrängte Nationalspieler Thomas Müller auf die Bank, wirkte bemüht, aber häufig ohne Vertrauen in sich selbst.

Immerhin sorgte der Niederländer schon nach drei Minuten mit einem gefühlvollen Heber für die erste Torchance, Flügelpartner Franck Ribery scheiterte aber wie auch neun Minuten später (12.) am starken Schweizer Keeper Yann Sommer. Karl-Heinz Rummenigge hatte nach seiner internen Wutrede auch öffentlich eine „andere Gangart“ gefordert. Der gute Wille der in den ersten zehn Minuten bemühten Bayern war aber genauso schnell dahin, wie er gekommen war.

Wie so oft fehlte der namhaft besetzten Offensive trotz des hohen Ballbesitzes die zündende Idee, die kompakten, aber trotzdem frechen Basler auszuspielen. Die Gastgeber, in den blau-rot gestreiften Trikots zumindest optisch an Vorjahressieger FC Barcelona erinnernd, merkten daher schnell, dass der Favorit keineswegs unverwundbar ist.

Shaqiri wirbelt, aber Bayern bleibt das Dusel treu

Ausgerechnet der extrem präsente Münchner Sommer-Neuzugang Xherdan Shaqiri eröffnete die Phase des Spiels, in der den defensiv zunehmend konfus spielenden Münchnern ihr alt bewehrter Dusel treu blieb. Jerome Boateng (8.) und Manuel Neuer (19.) retteten in letzter Sekunde gegen den 20-Jährigen, der seinen zukünftigen Trainer Heynckes im Vorfeld sogar scherzhaft um Erlaubnis gefragt hatte, ein Tor schießen zu dürfen. Auch Marco Streller scheiterte an Neuer (16.), ehe Alexander Dragovic (16.) und der ehemalige Dortmunder Alexander Frei (19.) binnen drei Minuten zweimal Aluminium trafen – und die Bayern in Schockstarre versetzten. Verzweifelt über die eigene fehlende Kreativität, versuchten es Alaba (29.) und Mario Gomez (42.) mit Gewalt – vergeblich.

Nach dem Seitenwechsel büßte die Partie an Unterhaltsamkeit ein. Basel verzog sich in die eigene Hälfte, Bayern machte aber wieder zu wenig aus seinem Ballbesitz. Gomez (66./73.), Robben (66.) und Lahm (68.) sorgten für ernsthafte Gefahr, Sommer war aber stets zur Stelle. Vier Minuten vor Schluss sorgte Stocker nach schöner Vorarbeit von Jacques Zoua für den Siegtreffer der Schweizer.

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