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Bayern befürchten unruhige Woche

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22.01.2012

Fußball Bayern befürchten unruhige Woche

Nerlinger rechnet nach 1:3 gegen Mönchengladbach mit viel Kritik.

München – Der Stachel sitzt tief. Bayern München wollte mit einer Siegesserie in die Rückrunde starten. Nach dem 1:3 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach bleiben aber Schuldzuweisungen, Personalsorgen und viele Fragezeichen.

Besonders von der Rückkehr Bastian Schweinsteigers hatten sich die Münchener einen glanzvollen Rückrundenauftakt erhofft. Doch auch der in München schon fast als Heilsbringer gefeierte Mittelfeld-Regisseur konnte den Fehlstart nicht verhindern. Mit Blick auf das Spiel am nächsten Samstag gegen Wolfsburg bleibt dem deutschen Fußball-Rekordmeister jetzt nur eine genaue Fehleranalyse.

“Wir sind noch nicht, wo wir sein müssen”

Sich dabei auf den groben Patzer von Nationaltorwart Manuel Neuer zu beschränken, käme wohl zu kurz. Zwar kritisierte Trainer Jupp Heynckes den 25-Jährigen für sein zu hohes Tempo und seine fehlende Ruhe. Doch er bemängelte auch das Zweikampfverhalten und die Durchschlagskraft seines Teams. Die Mannschaft hat nicht zum ersten Mal in dieser Saison gezeigt, dass sie gegen defensiv- und konterstarke Gegner anfällig ist. So erinnerte die Partie an die schlechten Phasen der Ära Louis van Gaal, als die Ballkontrolle zwar extrem betont, die offensive Kreativität aber verloren ging.

“Wir sind noch nicht, wo wir sein müssen”, betont auch Arjen Robben. Daher dürften die wiedererstarkten Wolfsburger am kommenden Wochenende keine leichte Beute sein.

Mit von der Partie ist dann wieder Franck Ribery. “Er hat im Trainingslager eine starke Vorbereitung gespielt und kann uns helfen”, sagt Heynckes über den in Mönchengladbach noch gesperrten Franzosen. Verzichten muss er dagegen auf einen der besten Bayern-Profis der Saison. Daniel van Buyten wird nach seinem Mittelfußbruch voraussichtlich zwei Monate fehlen.

Keine Neuverpflichtungen nach Ausfall von van Buyten

Personelle Nachbesserungen sind laut Sportdirektor Christian Nerlinger aber nicht geplant: “Wir haben mit Jerome Boateng einen Spieler, der in erster Linie für diese Position verpflichtet worden ist.” Zudem könnten die defensiven Mittelfeldspieler Anatoli Timoschtschuk und Luis Gustavo auf der ungeliebten Innenverteidigerposition aushelfen.

Doch auch ohne den Ausfall von van Buyten dürften sich Heynckes viele Fragen stellen. So hat er gegen Wolfsburg das Luxusproblem, im offensiven Mittelfeld zwischen Franck Ribery, Arjen Robben, Toni Kroos und Thomas Müller entscheiden zu müssen. Für einen von ihnen ist kein Platz im Team. Kroos nahm gegen Mönchengladbach die Position von Ribery auf dem linken Flügel ein. Dafür rückte Müller ins Zentrum, wo sich Kroos eigentlich wohler fühlt. Vieles deutet daraufhin, dass es Müller treffen wird, der zuletzt nicht immer überzeugen konnte.

Für Kroos ist dieses Thema vorerst aber zweitrangig. Für ihn zählt nur, dass “wir nächste Woche eine Reaktion zeigen und unser Heimspiel gewinnen.” Nerlinger ahnt bereits, dass die Zeit bis dahin nicht einfach wird: “Ich kann mich genau an die Debatten erinnern, die nach dem ersten Spieltag (0:1 gegen Mönchengladbach) der Vorrunde losgegangen sind. Da wurde auch jegliche Sau durchs Dorf getrieben – das wird jetzt wieder passieren.”

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