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Basels Fußballmärchen geht weiter

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23.02.2012

Champions-League Basels Fußballmärchen geht weiter

Nach Manchester United droht auch Bayern München das Aus gegen den Fußball-Zwerg.

Basel – Der morgendliche Blick in die Zeitungen dürfte Valentin Stockers Grinsen endgültig in einen Dauerzustand versetzt haben. „Das Wunder vom Joggeli (II)“ las Basels Mann des Tages am Donnerstagmorgen nach dem 1:0 (0:0) über Bayern München in der „Basler Zeitung“, in der „Tageswoche“ wurde die historische Nacht im St.-Jakob-Park als „neuer Abend für Superlative“ betitelt. Die gesamte Schweiz träumt nach dem beherzten Auftritt vom nächsten Favoritensturz – und inzwischen sogar heimlich vom Finale.

„Die Bayern reden vom Finale – aber wir wollen da auch hin“, sagte Stürmer Alexander Frei mindestens genauso frech, wie der Schweizer Meister trotz klarer Außenseiterrolle vor 36.000 frenetischen Fans am Mittwochabend aufgetreten war. Dank viel Leidenschaft, Disziplin und dem überragenden Keeper Yann Sommer steht die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel nach dem historischen Einzug als erste Schweizer Mannschaft ins Achtelfinale der Königsklasse vor dem nächsten Coup. „Wir haben uns viel Respekt in Europa erarbeitet – und den Respekt verdienen wir auch“, sagte Frei selbstbewusst.

Vogel will den Moment genießen: „Märchenabend“

Manchester United ging als Verlierer, jetzt also auch die großen Bayern: Trainer Vogel wollte erstmal alleine sein nach dem zweiten Sensationssieg in der Königsklasse. „Jetzt lasst mich mal kurz“, sagte der 36-Jährige, als sein Pressechef versuchte, ihm den anstehenden Medienmarathon zu erklären.

Dieser „Märchenabend“ (Frei) ist dem 14-maligen Schweizer Meister nicht mehr zu nehmen, auch wenn die Sensation am 13. März in München nicht gelingen sollte. Vogel formuliert angesichts der Münchner Heimstärke vorsichtig: „Wir wollen diese gute Ausgangssituation im Rückspiel vielleicht vergolden.“

Der ehemalige Trainer der Bayern-Jugend lobte seine Mannschaft für den „unglaublichen Willen und das Urvertrauen in ihre eigenen Qualitäten. Wir harmonieren perfekt.“ Das einwandfrei ineinandergreifende Basler Gefüge ist ein Verdienst des harten Trainingsalltags. „Wir haben täglich Freude, und das zahlt sich aus“.

Die „Großen“ sind inzwischen gewarnt

Vogel ist als Basler Chefcoach seit elf Spielen ungeschlagen, auch in der Liga steht der „kleine“ FCB mit sechs Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze: Die Champions-League-Teilnehmer dürften in der kommenden Saison gewarnt sein. „Trotzdem: Bayern wird uns gnadenlos jagen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Spieler Marko Streller.

Tatsächlich räumte Jupp Heynckes kurz vor dem Rückflug vom Höllentrip in Basel seiner Mannschaft, die besten Chancen ein, „das Ergebnis noch zu drehen. Wir sind dazu in der Lage“, sagte der sichtlich angeschlagene 66-Jährige. Stocker würde die anstehende Reise nach Deutschland am liebsten streichen: „Schade, dass es noch ein Rückspiel gibt“, sagte der Torschütze – natürlich dauergrinsend.

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