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21.02.2015

Barton Beratungsfirma McKinsey will weiblicher werden

„Wir sollten mehr Experimente bei der Akquise von Talenten wagen.“

New York – Die weltweit größte Beratungsfirma McKinsey will weiblicher werden, aber ohne Quote: „Gerade die Frauen bei uns sind sehr klar gegen eine feste Quote. Sie wollen, dass es nach Leistung geht“, sagte der McKinsey-Vorsitzende Dominic Barton im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe). „Aber es stimmt, wir wollen mehr Beraterinnen.“

Barton ergänzte: „Wir wollen ganz allgemein attraktiv für alle Talente sein, für Schwule und Lesben zum Beispiel, für alternative Lebensstile, auch für Kandidaten ohne traditionellen Hintergrund, wenn sie die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen. Wir sollten mehr Experimente bei der Akquise von Talenten wagen.“

Über seine eigene Tätigkeit sagte Barton: „Ich treffe oder telefoniere mit mindestens zwei CEOs am Tag, das ganze Jahr über. Wir sprechen über Digitalisierung und wie sich der Kapitalismus verändert, über Geopolitik und aufstrebende Märkte.“

Das Netzwerk von ehemaligen McKinsey-Mitarbeitern in der Wirtschaft ist groß. „354 ehemalige McKinsey-Mitarbeiter führen heute Unternehmen mit mindestens einer Milliarde Dollar Umsatz. Mehr als 50 haben wichtige politische Ämter rund um die Welt, weitere 50 sind führend in Nicht-Regierungsorganisationen. Das macht mich stolz“, sagte Barton.

Der Kanadier ist seit 2009 globaler McKinsey-Chef, gerade wurde er von den weltweiten McKinsey-Partnern für weitere drei Jahre wiedergewählt.

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