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Beate Z. im OLG München beim NSU-Prozess

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25.08.2013

Banküberfälle der NSU Beate Z. besser informiert als bisher bekannt

Auswertung eines Computers aus dem NSU-Versteck.

München – Bei ihren Ermittlungen zur rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) sind Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt laut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auf neue Indizien gestoßen, die die Hauptangeklagte Beate Z. und deren mutmaßlichen Unterstützer Holger G. belasten.

Laut einem BKA-Vermerk vom 14. Juni war Z. über die Raubüberfälle ihrer Komplizen Uwe B. und Uwe M. offenbar besser informiert als bislang bekannt: Zwei Stunden nach den Überfällen auf Sparkassenfilialen in Arnstadt und Eisenach habe Z. im Internet nach Polizei- und Unfallmeldungen in Tatortnähe gesucht. Dies habe die Auswertung eines Computers aus dem NSU-Versteck in Zwickau ergeben. Die Ermittler werten die Funde als Anhaltspunkte dafür, dass Z. über Datum, Ort und Uhrzeit der Taten informiert war.

Zudem stieß die Bundesanwaltschaft auf eine bislang unbekannte Reise Z.s nach Niedersachsen. Offenbar war die mutmaßliche Terroristin am 16. Juni 2011 zu ihrem langjährigen Bekannten Holger G. gefahren, um einen manipulierten Reisepass für B. abzuholen. Das Treffen mit Z. hatte der Mitangeklagte G. in seinen Vernehmungen verschwiegen.

G.s Anwalt Stefan Hachmeister erklärte, die Indizien stellten „keine gesicherten Erkenntnisse“ dar. Z.s Verteidiger und die Bundesanwaltschaft wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

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