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Banken bestätigen Kreditlinie von Praktiker

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28.01.2012

Unternehmen Banken bestätigen Kreditlinie von Praktiker

Finanzierung des Frühjahrsgeschäfts der Baumarktkette gesichert.

Kirkel – Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker kann offenbar weiter mit der Unterstützung von Banken rechnen. Am Samstag einigte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einem Bankenkonsortium unter Leitung der Commerzbank auf eine gemeinsame Kreditvereinbarung, in welche die bisher bestehenden bilateralen Kreditlinien überführt werden sollen. Damit seien zum einen die bestehenden Rahmenbedingungen für das operative Geschäft gesichert. Zum anderen unterstützten die Banken damit die anstehende Restrukturierung, teilte das Unternehmen in Kirkel mit.

In der vergangenen Woche hatte die “Financial Times Deutschland” unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Praktiker gerate bei den Verhandlungen mit den Banken zunehmend unter Zeitdruck. Der Konzern benötige einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag, um die Lager für das Frühjahrsgeschäft auffüllen zu können.

Die nun getroffene Vereinbarung mit den Banken stellt nach Unternehmensangaben sicher, dass der Baumarktkette “ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag” unverändert zur Verfügung steht. Praktiker habe damit “die Sicherheit, etwaige Finanzierungsspitzen, die typischerweise im Vorfeld der anstehenden Frühjahrssaison anfallen können, über kurzfristigen Zugriff auf diese Kontokorrentlinien abdecken und überbrücken zu können”. Zudem hätten alle Warenkreditversicherer, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet, vertraglich zugesichert, die bestehenden Lieferantenkredite aufrecht zu halten.

Die Baumarktkette steckt schon seit längerem in der Krise. Im November hatte Vorstandschef Thomas Fox ein 300 Millionen Euro umfassendes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Dabei sollen rund 1.400 Vollzeitstellen wegfallen und etwa 30 der 438 Filialen weltweit geschlossen werden. Zudem soll die Konzernzentrale vom saarländischen Kirkel nach Hamburg verlegt werden.

Der Umsatz des Konzerns sank im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge um 7,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Erlöse der deutschen Praktiker-Märkte blieben mit 1,5 Milliarden Euro um 10,3 Prozent hinter 2010 zurück. Die Max-Bahr-Märkte des Konzerns steigerten dagegen den Umsatz um 1,4 Prozent auf 695 Millionen Euro.

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