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16.01.2010

Bahnchef will Milliarden für ICE-Züge ausgeben

Berlin – Mit Milliarden-Investitionen in neue ICE-Züge will Bahnchef Rüdiger Grube seinen Konzern aus der Technikkrise führen. „Bei der Ausschreibung von 300 neuen ICE-Zügen im Wert von fünf bis sechs Milliarden Euro wird Qualität ein zentraler Punkt sein“, sagte der DB-Vorstandsvorsitzende in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Unser Ziel muss sein: Alle reden übers Wetter. Wir nicht.“ Die Entscheidung für den Auftrag falle noch in diesem Sommer. Grube nannte erstmals konkrete Konzernzahlen für das vergangene Jahr.

„Im Geschäftsjahr 2009 schreibt die DB eine kräftige schwarze Zahl. Das Betriebsergebnis wird trotz Wirtschaftskrise deutlich über eine Milliarde Euro liegen,“ so der DB-Chef. „Allein durch unser Konzernprogramm `reACT 09` konnte die DB schon ihr Ergebnis 2009 um 600 Millionen Euro verbessern. Wir haben dafür alles – außer Sicherheit und Service – auf den Prüfstand gestellt.“ Er sehe jetzt für den Konzern gute Erholungschancen. „Im Juli 2009 haben wir den tiefsten Punkt auch im Güterverkehr hinter uns gelassen. Der Schienengüterverkehr der DB ist 2009 um 22 Prozent eingebrochen.“

Grube sagte aber weiter: „Wir schreiben wieder eindeutig schwarze Zahlen.“ Im ersten Quartal brach, laut Grube, zwar der Landverkehr um 16 Prozent ein, aber für das ganze Jahr liege das Minus im Straßentransport nur noch bei zwölf Prozent. Die Luftfracht ging 2009 um 15 Prozent zurück und die Seefracht nur um ein Prozent. Im ersten Quartal 09 hätten die Rückgänge dagegen noch bei 30 beziehungsweise vier Prozent gelegen. Allerdings werde der Weg aus der Krise noch lange dauern. „Voraussichtlich erst 2014 können wir im Güterverkehr wieder das Niveau von 2008 erreichen“.

Darüber hinaus will Grube an dem zum Jahresende auslaufenden Beschäftigungsbündnis festhalten: „Der DB-Vorstand will den Beschäftigungspakt gerne verlängern.“ Der konzerninterne Arbeitsmarkt sei „ein hervorragendes Instrument.“ Gefährdete Mitarbeiter aus dem Güterverkehr könnten dank des Konjunkturprogramms von rund 1,4 Milliarden Euro für die Schiene künftig in der Infrastruktur arbeiten. „Bei der Deutschen Bahn verliert keiner seinen Arbeitsplatz, wir halten unsere gut ausgebildeten Beschäftigten“, sagte Grube.

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