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Bahn verteidigt Zugpersonal nach Verweis eines Jungen

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17.01.2012

Verkehr Bahn verteidigt Zugpersonal nach Verweis eines Jungen

Mutter soll offenbar Bußgeld wegen Schwarzfahrens zahlen.

Berlin/Oranienburg – Nach dem Verweis eines elf Jahre alten Jungen aus einem Regionalzug in Brandenburg herrscht offenbar weiter Uneinigkeit zwischen der Mutter des Kindes und der Deutschen Bahn. Während die Frau dem Unternehmen einen Tag nach dem Vorfall im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd am Dienstag erneut Versagen vorwarf, wies die Bahn Anschuldigungen gegen das Zugpersonal zurück.

“Das Kind wurde weder ausgesetzt, noch war es zu irgendeinem Zeitpunkt sich selbst überlassen”, teilte die Bahn am Dienstag mit. Mit der Übergabe in die Obhut der Bundespolizei sei das Zugpersonal seiner “Fürsorgepflicht uneingeschränkt nachgekommen”. Beschwert hatte sich die Mutter unter anderem im Online-Netzwerk Twitter über den Umgang mit ihrem Kind.

Der Junge hatte am Montag den Zug von Berlin in Richtung Norden am Bahnhof Oranienburg verlassen müssen, weil er keinen gültigen Fahrschein gehabt hatte. Ein Bahnmitarbeiter hatte ihn im Zug der Bundespolizei übergeben. Zunächst hatte das Unternehmen nicht von einem Bahnmitarbeiter, sondern von einer Kundenbetreuerin gesprochen. Der Junge wurde laut der Mutter von einem Familienangehörigen bei einer Polizeidienststelle am Abend abgeholt.

Nun müsse sie ein Bußgeld wegen Schwarzfahrens von 40 Euro bezahlen, sagte die Frau. In ihren Augen sei das eine Verhöhnung. “Es geht mir nicht um das Geld, sondern mir geht es darum, wie man so ein Kind behandeln kann und danach nicht mal sagt, es tut mir leid.”

Die Bundespolizei teilte indes mit, dass sich der verantwortliche Beamte im Zug “berechtigte Sorgen” gemacht habe, dass der Junge von zu Hause weggelaufen sein könnte. Das Kind habe angegeben, dass die auf dem Schülerausweis vermerkte Adresse nicht mehr stimme. Die Mutter sagte auf dapd-Anfrage, Ende November vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Sohn umgezogen zu sein.

Zu den Beamten, die den Jungen am Bahnhof in Empfang genommen hatten, habe er schnell Vertrauen gefasst, teilte die Polizei weiter mit. Es sei ihm unter anderem Cola und ein Hamburger spendiert worden.

Die Bahn ist nach eigenen Angaben über Twitter mit der Mutter nach deren Hilferuf in Kontakt getreten, “um ihre Telefonnummer zur direkten Klärung der Situation zu erfragen.” Die Frau habe auf dieses Hilfsangebot nicht reagiert. Sie bestreitet, dass sie nach der Telefonnummer gefragt worden sei. Ihr habe man lediglich mitgeteilt, dass sie eine E-Mail schicken könne. “Aber nach einer Nummer wurde ich nicht gefragt.” Die Beschwerde habe sie noch am Montagabend geschickt.

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