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Bach kündigt weitere Verstärkung des Antidopingkampfes an

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23.01.2012

Sportpolitik Bach kündigt weitere Verstärkung des Antidopingkampfes an

“Es wird über 6.000 Kontrollen geben” – Platz fünf bei Sommerspielen das Ziel.

Innsbruck – Thomas Bach hat eine weitere Verstärkung des Antidopingkampfes im Olympiajahr angekündigt und visiert mit dem deutschen Team Platz fünf in der Medaillenwertung der Sommerspiele von London an. “Das Dopingkontrollnetz wird noch engmaschiger als in Peking sein. Es wird über 6.000 Kontrollen mit den internationalen Verbänden geben. Außerdem wird im Vorfeld verstärkt kontrolliert, um einen hohen Abschreckungsfaktor zu erzielen”, sagte Bach in einem Exklusivinterview mit der Nachrichtenagentur dapd.

Der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird in London wieder Chef der Ad-Hoc-Kommission für die Behandlung von Dopingfällen sein. Zu der Affäre um durch einen Erfurter Mediziner zur Leistungssteigerung UV-bestrahltes Blut, in die auch deutsche Spitzensportler verwickelt sein sollen, wollte sich der Topfunktionär allerdings nicht konkreter äußern: “Das ist ein laufendes Verfahren. Auf Disziplinarseite wird das von der NADA verfolgt und der Staatsanwaltschaft.”

Bei den in gut einem halben Jahr beginnenden Sommerspielen hofft Bach aus deutscher Sicht auf eine Wiederholung des Resultats von Peking 2008, wo Deutschland mit 41 Medaillen (davon 16 Gold) Platz fünf der Rangliste der Nationen belegt hatte. “Die Konkurrenzsituation in London wird die härteste sein, die es je bei Olympia gegeben hat. Es gibt ein großes Engagement in vielen Nationen, mit hohen Investitionen”, sagte Bach: “Aber wir wollen unseren Platz in der Weltspitze verteidigen.”

Die Sommerspiele in Großbritanniens Hauptstadt werden auch die letzten von Jacques Rogge als IOC-Präsident sein. Im September 2013 wird nach dann zwölf Jahren unter Führung des Belgiers der Nachfolger für das höchste Amt im Weltsport gewählt. Als einer der Spitzenkandidaten beim Schaulaufen der Bewerber gilt auch für Rogge Thomas Bach. “Thomas Bach hat alle Qualitäten für dieses Amt”, sagte der IOC-Chef vergangene Woche in einem dapd-Interview.

Der einstige Fecht-Olympiasieger Bach hört das mit Wohlgefallen. “Ich habe mich sehr über die Äußerung von Jacques Rogge gefreut. Es ist ehrenvoll für mich wie für den ganzen deutschen Sport für präsidiabel gehalten zu werden”, sagte der 58-Jährige dapd.

Aber eine mögliche Kandidatur will er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht reden. “Es wäre nicht fair gegenüber dem Präsidenten und dem IOC jetzt eine Personaldiskussion vom Zaun zu brechen”, sagte Bach: “Meine Aufgabe besteht darin, in der Exekutive Verantwortung zu übernehmen und den Präsidenten in der verbleibenden Amtszeit zu unterstützen.”

Bei Nachfragen, ob es nach dem Scheitern von München 2018 einen neuerlichen deutschen Anlauf geben wird, reagierte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dünnhäutig: “Die Erklärung der DOSB-Mitgliederversammlung sagt alles. Ansonsten gibt es keine neuen Entwicklungen.”

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