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Augsburg gelingt die Majestätsbeleidigung

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25.02.2012

1. Bundesliga Augsburg gelingt die Majestätsbeleidigung

Doppelschlag von Oehrl und Ndjengs Treffer vermiesen „König Otto“ den Einstand bei Hertha BSC.

Augsburg – Verpatztes Comeback für Otto Rehhagel. In seinem ersten Bundesligaspiel auf der Trainerbank seit 4.165 Tagen verlor der 73-Jährige mit Hertha BSC 0:3 (0:0) beim FC Augsburg. Der Spieler des Tages waren es Torsten Oehrl mit einem Doppelschlag (61., 63.) und Marcel Ndjeng in der Nachspielzeit, die vor 29.123 Zuschauern für die Entscheidung sorgten. Für Hertha war es bereits die sechste Niederlage in Serie. Augsburg feierte dagegen den ersten Erfolg der Rückrunde und überholte die Berliner in der Tabelle.

Mit einer seiner ersten Amtshandlung hatte Otto Rehhagel Sturmhoffnung Pierre-Michel Lasogga zurück in die Startelf geholt, der beim 0:1 gegen Borussia Dortmund noch von Interimstrainer Rene Tretschok aus der Anfangsformation verbannt worden war. Der mit sieben Bundesligatreffern beste Berliner Torschütze agierte als einzige Spitze. Dafür rückte Ramos auf den linken Flügel.

Verhaegh rettet auf der Linie

Die Augsburger hatten die eine Majestätsbeleidigung angedroht. Doch das Team von „König Otto“ dominierte die Anfangsphase, gab wenig Raum für Beleidigungen und setzte selbst auf Angriff. So hätte Raffael in der 10. Minute beinahe zur Führung eingeschoben, doch Paul Verhaegh rettete auf der Linie. Die Berliner Offensivbemühungen verflachten allerdings schnell wieder. So mussten die rund 1.200 mitgereisten Hauptstädter mit ansehen, wie Augsburg mit zunehmendem Spielverlauf an Selbstvertrauen gewann. Zunächst prüfte Neuzugang Ja-Cheol Koo Torwart Thomas Kraft mit einem Schuss aus 18 Metern (25.), dann köpfte Torsten Oehrl freistehend über das Lattenkreuz (26.).

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war auch Otto Rehhagel auf Betriebstemperatur, sprang von der Trainerbank auf, pfiff und gestikulierte in Richtung seiner Abwehr. Doch auch die nächste Chance für Oehrl, für den Augsburgs erfolgreichster Stürmer Sascha Mölders (fünf Ligatreffer) auf der Bank Platz nehmen musste, konnte Herthas Abwehr nicht verhindern. Der 26-Jährige Angreifer verfehlte das Tor allerdings knapp. Die Hertha schaffte es nur kurz, sich aus der Umklammerung zu lösen, bevor dann Felix Bastians den Ball bei einem Klärungsversuch fast ins eigene Tor beförderte (37.).

Doppelschlag von Oherl

In der zweiten Hälfte schien sich Augsburg erneut daran zu erinnern, dass Trainer Jos Luhukay vor der Partie gesagt hatte, es zähle nur ein Sieg. So knüpfte der Aufsteiger dort an, wo er nach 45 Minuten aufgehört hatte. Koo legte nach schönem Spielzug über Axel Bellinghausen ab und Oehrl traf zur Führung. Kurz darauf sorgte Oehrl mit seinem dritten Saisontreffer für die Vorentscheidung, in dem er fast die gesamte Hertha-Abwehr ausspielte und zum 2:0 einschoss.

Die Berliner fanden nach dem Rückstand keine Antwort und ergaben sich ihrem Schicksal. König Otto wird in den kommenden Tagen die Ärmel hochkrempeln müssen: Die Hertha wartet seit zwölf Spielen auf einen Sieg.

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