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21.11.2009

Atomstreit Iran will Uran notfalls selbst anreichern

Teheran – Im Streit um höher angereichertes Uran für einen Forschungsreaktor in Teheran ist Iran angeblich weiterhin zu Gesprächen bereit. „Wir benötigen dringend Nachschub für den Reaktor, 200 Krankenhäuser sind davon abhängig“, sagte Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) in Wien, Ali Asghar Soltanieh, dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Sein Land brauche dafür aber „Garantien, dass wir für unser Uran auch den Brennstoff bekommen“. Soltanieh: „So wie wir in den vergangenen 30 Jahren behandelt wurden, haben wir allen Grund zum Misstrauen.“ Einen Vorschlag der IAEA, einen Großteil des bereits niedrig angereicherten Materials zur höheren Anreicherung ins Ausland auszulagern, hatte Teheran abgelehnt. Das Angebot galt als Kompromiss, um den Nuklearkonflikt Irans mit dem Westen um die Urananreicherung zu entschärfen. Trotzdem, so Soltanieh, sei sein Land zu „weiteren Gesprächen“ über die „konkrete Vorgehensweise“ eines Uranaustausches bereit, weil „das Material für die Strahlentherapie der Krebskranken in unseren Hospitälern überlebenswichtig ist“. Soltanieh: „Aber wir lassen uns nicht mit unserem Brennstoff-Problem erpressen: Wenn uns das Ausland nicht hilft, werden wir gezwungen sein, unser Uran eben selbst höher anzureichern.“

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