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Ökonomen befürchten wirtschaftliche Risiken

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23.07.2011

Atomausstieg Ökonomen befürchten wirtschaftliche Risiken

Das geringste Risiko droht dem Dienstleistungssektor.

Berlin – Ökonomen befürchten teils erhebliche wirtschaftliche Risiken infolge des beschleunigten Atomausstiegs. Insbesondere für die metallerzeugenden und -bearbeitenden Unternehmen bringt der Atomausstieg nach Meinung der Experten teils sehr hohe wirtschaftliche Risiken mit sich. Das ergab eine Experten-Umfrage der IW Consult unter 65 Professoren der Wirtschaftswissenschaften im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche.

Das geringste Risiko droht nach Ansicht der Experten dem Dienstleistungssektor: Nur ein Ökonom charakterisiert die Risiken für diese Branche als hoch. Große Chancen aus der sukzessiven Abschaltung der Atommeiler ergeben sich dagegen nach Expertenmeinung vor allem für die Energiewirtschaft. Für alle anderen Branchen konstatieren die Experten mehrheitlich geringe Chancen. Die Ökonomen rechnen vor allem kurzfristig mit negativen Auswirkungen.

58 von 65 Professoren sind der Meinung, der Ausstieg sei schlecht für die Versorgung mit günstiger Energie und 38 Experten glauben, dass dadurch die gesicherte Energieversorgung gefährdet sei. Knapp die Hälfte der befragten Experten sieht sogar die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beeinträchtigt.

Zwar relativieren sich in der langfristigen Perspektive die Befürchtungen der Experten, dennoch überwiegen auch langfristig die Risiken die Chancen. Positiv wirkt sich der Atomausstieg auf Investitionen und Innovationen aus. Damit rechnen jeweils rund die Hälfte der Wirtschaftswissenschaftler.

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