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Assauer blickt positiv in die Zukunft

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03.02.2012

Alzheimer Assauer blickt positiv in die Zukunft

Massenhaft Sympathiebekundungen für den ehemaligen Schalke-Manager.

Berlin/Düsseldorf – Der ehemalige Fußballmanager Rudi Assauer blickt trotz seiner Alzheimer-Erkrankung positiv in die Zukunft. “Im Grunde genommen geht’s mir gut. Ich merke, dass es besser wird und besser geworden ist”, sagte der 67-Jährige, der in dieser Woche seine Krankheit publik gemacht hat, in einem am Freitag ausgestrahlten Interview für die ZDF-Sendung “Volle Kanne”. Es war das erste TV-Interview seit der Bekanntmachung. Zu Gast waren auch seine Tochter Bettina, der Fußballkommentator Werner Hansch – ein langjähriger Wegbegleiter Assauers – und seine Büroleiterin Sabine Söldner.

Halt und Mut geben Assauer, der inzwischen bei seiner Tochter eingezogen ist, auch die positiven Reaktionen auf sein Alzheimer-Outing. “Ich freue mich darüber natürlich. Das gibt auch noch einen neuen Schub”, sagte er. Zu dem Schritt, mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen, gab es seiner Einschätzung nach keine Alternative: “Es war von Anfang an klar, dass es so gemacht wird” – auch, damit er die Kontrolle, wie damit in der Öffentlichkeit umgegangen wird, behalten könne. Die Frage von Moderator Ingo Nommsen, ob er Angst vor den Reaktionen gehabt habe, verneinte Assauer.

Auch Assauers Büroleiterin Sabine Söldner glaubt fest daran, dass die Vorgehensweise richtig war. “Wie hätten wir den Schritt sonst anders wagen können? Mit einer Pressekonferenz, die wir nicht hätten kontrollieren können?” Weiter sagte sie, es gebe massenhaft Sympathiebekundungen für den Ex-Manager von Schalke 04: “Die Telefone stehen nicht still.” Die meisten Anrufer wollten ihm Mut machen, nur ein geringer Teil äußere sich in der Richtung: “Vielleicht war’s der Lebenswandel.”

Kommentator Werner Hansch erzählte in der Sendung, wie er bemerkte, dass “mit dem Rudi was nicht stimmt”. Assauer und er traten bei mehreren Veranstaltungen gemeinsam auf und vor etwa eineinhalb Jahren habe er gemerkt, dass die Auftritte für Assauer “schwieriger wurden”. Nach einem dieser Auftritte habe er mit ihm gesprochen und ihm gesagt, er glaube, “mit seinem Kopf – mit seiner Birne, wie er selbst sagen würde – stimmt etwas nicht”. Assauer habe einen Weinkrampf bekommen und gesagt: “Ich weiß es doch.” Auf die Frage, ob er nach dem Gespräch mit Hansch erleichtert gewesen sei, sagte Assauer: “Das war so.”

Aus Sicht von Assauers Tochter Bettina geht es ihrem Vater nach einem Tief jetzt wieder besser. Der für ihn typische Schalk, der zwischenzeitlich ganz weg gewesen sei, komme manchmal wieder durch. “Er ist feinfühliger geworden”, sagte sie.

Längere Sätze zu formulieren, fällt Assauer offensichtlich schwer. Wenn ihm Dinge entfallen, wirkt er aber nicht ärgerlich oder ungeduldig, auch wenn er sagt, dass er “natürlich sauer werde”, wenn er etwa Namen vergesse.

Freude empfindet er nach wie vor vor allem, wenn er sich im Stadion ein Schalke-Spiel ansieht. “Ich habe die Arena mitgebaut und wenn man dann hingeht und sich das Spiel ansieht, ist das was Außergewöhnliches”, sagte er. “Und die Schalke-Hymne, die sitzt”, fügte seine Büroleiterin hinzu.

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