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EZB

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09.12.2012

Frankreich und Italien Asmussen warnt vor Reformschwäche

„Es geht um Reformen bei Staatsfinanzen und in der Wirtschaftspolitik.“

Frankfurt – Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, hat eindringlich vor dem Ausbleiben von Reformen in Frankreich und Italien gewarnt. „Es geht um Reformen bei Staatsfinanzen und in der Wirtschaftspolitik. Das Staatsdefizit muss, wie vereinbart, im nächsten Jahr unter die Drei-Prozent-Schwelle sinken, die Wettbewerbsfähigkeit muss steigen – sonst verliert Frankreich weiter beim Export“, sagte er der „Bild-Zeitung“ (Montagausgabe).

Zugleich zeigte er sich enttäuscht, dass Italiens Premier Mario Monti seinen Rückzug erklärt hat. Asmussen: „Die Regierung von Mario Monti hat in kurzer Zeit Großes geleistet: das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen, die Haushaltskonsolidierung vorangebracht. Wer immer Italien, ein Gründungsland der EU, nach den Wahlen regiert, wird diesen Kurs mit derselben Ernsthaftigkeit fortsetzen müssen.“

Asmussen hob vor allem die Bedeutung Frankreichs für den Zusammenhalt des Euro hervor. Asmussen: „Wir haben alle ein großes Interesse an einem wirtschaftlich starken und gesunden Frankreich. Sonst funktioniert die Wirtschafts- und Währungsunion nicht. Das wissen die Franzosen auch – daher bin ich sicher, dass sie die nötigen Reformen anpacken werden.“

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