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Catherine Ashton

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04.06.2012

Syrien Ashton warnt vor „weiterer Militarisierung“

„Nach 15 Monaten des Blutvergießens muss alles getan werden, um die Gewalt zu stoppen.“

Brüssel – Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat vor „einer weiteren Militarisierung“ des Konflikts in Syrien gewarnt. Es sein ein kritischer Punkt in der syrischen Krise erreicht, sagte sie nach einem Treffen mit dem UN-Sonderbeauftragten Kofi Annan. „Nach 15 Monaten des Blutvergießens muss alles getan werden, um die Gewalt zu stoppen und einen politischen Prozess zu beginnen“, betonte die EU-Außenbeauftragte.

Indessen bemühen sich führende Vertreter der EU bei dem Gipfeltreffen mit Russland in St. Petersburg um dessen Unterstützung im Syrien-Konflikt. „Leider müssen wir immer wieder beobachten, dass zwar einige Länder davon sprechen, den Friedensplan Annans zu unterstützen, aber entgegengesetzt handeln“, sagte der Vertreter Russlands bei der EU, Wladimir Tschischow. Er hoffe inständig, dass die Regierungen der europäischen Länder über genügend Kaltblütigkeit verfügen, um die Situation nüchtern zu überdenken und keinen gefährlichen Weg einschlagen, die Spannung erhöhen oder gar militärisch eingreifen.

Der neue französische Präsident Francois Hollande brachte kürzlich einen militärischen Einsatz ins Gespräch. Bundeskanzlerin Angela Merkel will hingegen eine politische Lösung erreichen. Weitere Themen auf dem Gipfel werden die Euro-Krise sowie eine Abschaffung des Visumszwangs sein.

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