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26.11.2009

Arztpraxis unter Verdacht von Körperverletzung und Abrechnungsbetrug

Hamburg – Die Staatsanwaltschaft Hamburg und das LKA ermitteln gegen zwei Hamburger Neurochirurgen wegen des Verdachts der Körperverletzung und des gewerbsmäßigen Abrechnungsbetruges. Wie die Polizei Hamburg mitteilte, hatte eine Krankenkasse gegen die beiden Ärzte Strafanzeige erstattet. Die beiden Männer, die Brüder sind, sollen über einen Zeitraum von rund dreieinhalb Jahren an zahlreichen Patienten Behandlungen in einer nicht nachvollziehbaren Häufigkeit durchgeführt und gegenüber den Krankenkassen abgerechnet haben. Zudem haben die Ermittler den Verdacht, dass die Tatverdächtigen ambulante Behandlungskosten für Patienten abgerechnet haben, obwohl diese stationär behandelt wurden. Darüber hinaus sollen in zahlreichen Fällen postoperative Überwachungs- und Behandlungsmaßnahmen abgerechnet worden sein, obwohl keine Operation stattgefunden hatte. Der vorläufig festgestellte Schaden für die Krankenkassen beläuft sich auf mehr als 150000 Euro. Nach bisherigem Ermittlungsstand sind mindestens 1500 Patienten betroffen, von weiteren geschädigten Patienten und Krankenkassen ist auszugehen. Bei einer gestrigen Durchsuchung der Praxis wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt, die jetzt ausgewertet werden. Die Ermittlungen im Landeskriminalamt dauern an.

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