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ARD will „Plusminus reformieren

© dapd

22.02.2012

Wirtschaftsmagazin ARD will „Plusminus“ reformieren

Gabi Bauer als feste Moderatorin des Wirtschaftsmagazins im Gespräch.

München/Berlin – Die ARD arbeitet hinter den Kulissen an Neuerungen für „Plusminus“. Vom Sommer an soll das Wirtschaftsmagazin im Ersten nur noch ein Moderator präsentieren – möglicherweise Gabi Bauer. Die ARD habe bereits ein Casting angesetzt, um den neuen Moderator und dessen ebenso festen Stellvertreter zu finden, sagte ein Sprecher des Ersten am Mittwoch in München. Wer ins Rennen geschickt wurde, wollte er jedoch offen lassen. Nach dapd-Informationen ist Gabi Bauer („Nachtmagazin“) prominenteste Teilnehmerin des Castings.

Ziel der geplanten Neuerungen sei es, „die präsentierenden Köpfe zu reduzieren, um den Markencharakter und Wiedererkennungswert von ‚Plusminus‘ zu steigern“, sagte der Sendersprecher weiter. Dafür sei auch ein neues Studiobild für „Plusminus“ geplant.

Touchscreens im neuen Studio

Mit dem Wandel auf dem Schirm werde jedoch die Mannschaft im Hintergrund keinesfalls reduziert: „Es bleibt dabei, dass an ‚Plusminus‘ wie bisher insgesamt sieben Redaktionen der ARD beteiligt sind.“ Die Sendung läuft stets mittwochs um 21.45 Uhr vor den „Tagesthemen“. Hauptkonkurrent ist „Wiso“ montags im ZDF.

Für das neue Studio seien beispielsweise sogenannte Touchscreens geplant, wie sie bei modernen Handys oder handlichen Tablet-PC zum Einsatz kommen. In Wahlsendungen haben diese bereits im deutschen Fernsehen Einzug gehalten. Moderatoren können mit ihnen beispielsweise komplexe Grafiken per Berührung steuern oder aber zum Zeitpunkt ihrer Wahl selbst Beiträge per Tastendruck anfahren.

„Plusminus“ im ARD-Trend

„Plusminus“ folgt mit seinen Neuerungen einem Trend im Ersten: Viele Sendeplätze werden zwar nach wie vor in einer Rotation von mehreren ARD-Sendern bespielt, nach außen hin allerdings zunehmend aus einem Guss präsentiert. Insgesamt gibt es neun Landesrundfunkanstalten – vom Norddeutschen Rundfunk bis zum Bayerischen Rundfunk.

Das Kulturmagazin „Titel, Thesen, Temperamente“ etwa präsentiert inzwischen durchgehend Moderator Dieter Moor, die Beiträge aber kommen von sechs Sendern. Für die sechs Politmagazine wie „Monitor“ und „Panorama“, die jeweils eigene Moderatoren haben, läuft seit Jahren eine ähnliche Debatte. Hier konnte sich die ARD jedoch bisher nicht zu einem einheitlichen Erscheinungsbild durchringen.

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