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Arbeitgeber-Chef will leichteren Zuzug ausländischer Top-Talente

Berlin – Die deutsche Wirtschaft bekräftigt ihre Forderung nach Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland. Ausländische Absolventen deutscher Unis sollen eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie eine Stelle in Deutschland antreten können. Ein Bleiberecht für Top-Talente helfe bei der Sicherung des zukünftigen Wirtschaftswachstums, erklärte Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt in der „Bild-Zeitung“. Der BDA-Chef wörtlich: „Wer bei uns seinen Abschluss macht und einen Arbeitsvertrag hat, muss eine dauerhafte Perspektive für sich und seine Familie bekommen.“

Dem Online-Portal der Zeitung sagte Hundt: „Im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe müssen wir uns vor allem auch um diejenigen bemühen, die in Deutschland studiert haben.“ Laut „bild.de„-Bericht müssen frischgebackene Ingenieure oder Management-Experten mit MBA-Abschluss monatelang mit den Behörden herumärgern, um die Erlaubnis zum Leben und Arbeiten für sich und Familienangehörige zu bekommen – oft sogar ohne Erfolg. Die hochqualifizierten Berufsanfänger seien dann gezwungen, in Heimatländer wie Mexiko, Uganda oder Indonesien zurück zu kehren und würden dort schnell in wichtige Positionen kommen oder gleich eigene Unternehmen gründen.

Hundt kritisierte: „Es kann uns nicht zufrieden stellen, dass 2009 gerade einmal 142 Hochqualifizierte aus dem Ausland eine Niederlassungserlaubnis in Deutschland erhalten haben.“ Das Bleiberecht sei aber nur ein erster Schritt zur Stärkung der Unternehmen und der Wirtschaft insgesamt, so Hundt: „Wir brauchen eine attraktive Willkommenskultur in Deutschland. Wir müssen gezielt um ausländische Fachkräfte werben. Sie können uns helfen, den zunehmenden Fachkräftemangel auszugleichen. Eine Zuwanderungspolitik, die sich am Bedarf des Arbeitsmarkts orientiert, schafft Wirtschaftswachstum, durch das auch neue Arbeitsplätze für Einheimische entstehen.“

25.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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