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02.04.2010

Apple Apple iPad: Was kann es und was nicht?

Berlin – Für Fans des US-amerikanischen Computer-Herstellers Apple hat am Samstag das lange Warten ein Ende: Der Konzern verkauft erstmals sein sogenanntes iPad.

Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine ganz neue Klasse von Geräten zwischen Computer und Handy. Das haben zuvor schon andere versucht, Apple könnte nun der Durchbruch gelingen. Doch perfekt ist das Gerät nicht.

Was ist das Apple-iPad?

Das iPad ist ein Tablet-Computer. So werden Geräte bezeichnet, die nur aus einem flachen Bildschirm bestehen, in den der Rechner bereits eingebaut ist. Bedient wird das iPad über einen Touchscreen, der Bildschirm ist also berührungsempfindlich. Das neue Apple-Gerät sieht aus wie eine große Version des Apple-Multimediahandys iPhone, ist etwas kleiner als ein Din-A4-Blatt und 13 Millimeter dick. Der Bildschirm funktioniert im Hoch- und im Querformat und ist ähnlich groß wie bei Netbooks, den erfolgreichen Mini-Laptops. Das iPad wiegt 680 Gramm.

Was kann der Tablet-PC von Apple?

Das iPad kann deutlich mehr als ein Handy, aber deutlich weniger als ein Laptop. Gedacht ist das Gerät vor allem zur mobilen Unterhaltung: Seine Besitzer können darauf Musik hören, Filme ansehen, spielen und Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften lesen. Auch für das Surfen im Internet ist das iPad konzipiert, genauso für das Lesen und Schreiben von E-Mails. Mit einem Office-Paket können auf dem iPad Dokumente, Tabellen und Präsentationen bearbeitet und angezeigt werden. Das Tippen funktioniert über eine eingeblendete Tastatur auf dem Touchscreen oder mit einer externen Tastatur. Musik, Videos und Programme können über das Internet geladen werden, mit dem sich das iPad über WLAN oder das schnelle UMTS-Mobilfunknetz verbinden kann.

Was kann das iPad nicht?

Was Apple nicht auf das iPad lassen will, kann der Konzern aussperren: Wie beim iPhone und iPod lassen sich Anwendungen nur über den Appstore von Apple installieren. Einen anderen Internetbrowser etwa lässt der Konzern darin nicht zu. Auch Musik und Bücher dürfen die Nutzer nur über die Apple-Onlineläden kaufen. Das iPad verfügt auch nicht über eine Kamera. Im Gegensatz zu Computern ist es nicht möglich, mehrere Programme gleichzeitig zu öffnen, etwa den Browser und das Schreibprogramm; nur Musik kann parallel gehört werden. USB-Anschlüsse hat das iPad nicht, Kameras können daher nur über einen Adapter angeschlossen werden, USB-Sticks gar nicht. Die verbreitete Flash-Technik läuft auf dem Gerät auch nicht, weshalb viele Internetseiten nicht funktionieren.

Wann und wo kann ich das Gerät kaufen?

Apple liefert das iPad ab Samstag erstmals weltweit aus und verkauft es in den USA auch in Geschäften. Verkaufsstart in Deutschland ist Ende April. Bislang müssen Käufer aus Deutschland also direkt bei Apple in den USA ordern. Dort ist die erste Charge des iPads offenbar schon vergriffen. Apple kündigte den 12. April als neuen Liefertermin in seinem US-Onlineshop an. Ab Ende April will Apple in den USA auch die Variante mit Anschluss ans Mobilfunknetz anbieten. Das kleinste iPad – mit 16 Gigabyte Speicher und ohne Mobilfunkanschluss – kostet in den USA 499 Dollar (355 Euro), die teuerste Version mit 64 Gigabyte Speicher und UMTS 829 Dollar.

Was sind die Alternativen zum iPad?

Der US-Softwareriese Microsoft hat für Mitte des Jahres einen Tablet-PC mit dem Namen Slate angekündigt. Auch sollen bald Klapp-Tablet-PCs mit zwei Bildschirmen auf den Markt kommen. Die können zum Lesen wie ein Buch gehalten werden, anders gedreht wird der untere Bildschirm als Tastatur, der obere zum Anzeigen der Inhalte genutzt. E-Book-Reader zum Lesen digitaler Bücher gibt es bereits, sie können meist aber eben nicht mehr als das. Netbooks wiederum sind Mini-Laptops, die sich zwar nicht als elektronisches Buch eignen, dafür aber deutlich mehr können als das iPad – und zur Not den PC sogar ersetzen.

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