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Anwalt des Amokläufers nennt mögliches Motiv

© AP, dapd

16.03.2012

Seattle Anwalt des Amokläufers nennt mögliches Motiv

Erlebte aus nächster Näher schwere Verwundung eines Freundes am Tag davor.

Seattle – Der Anwalt des mutmaßlichen Amokläufers in Afghanistan, der am vergangenen Sonntag 16 Zivilpersonen erschossen haben soll, hat ein mögliches Motiv genannt: Der 38-jährige Stabsunteroffizier habe am Tag davor aus nächster Nähe mit ansehen müssen, wie seinem Freund bei einer Explosion das Bein weggerissen wurde. Anwalt John Henry Browne sagte, die Familie des Beschuldigten habe ihm diese Details genannt. Die Angaben konnten zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.

Browne sagte, der Zwischenfall habe alle Soldaten in dem kleinen Stützpunkt in der Provinz Kandahar erschüttert. „Sein Bein wurde weggesprengt, und er stand neben ihm“, sagte der Anwalt, der sich in den USA als Verteidiger des Serienmörders Tel Bundy und eines Diebs, der als „Barfuß-Bandit“ bekannt wurde, einen Namen gemacht hat.

In den Militärakten seines Mandanten gebe es keine Vermerke über Fehlverhalten, sagte Browne. Der Mann, dessen Namen er um der Sicherheit von dessen Familie willen nicht nennen wollte, sei drei Mal im Irak gewesen und dabei zwei Mal verwundet worden. Afghanistan sei sein vierter Auslandseinsatz gewesen. „Er war nicht begeistert über eine weitere Stationierung“, sagte Brown. „Ihm wurde gesagt, er werde nicht wieder hingeschickt und dann wurde ihm gesagt, er habe zu gehen.“

Der 38-jährige sei verheiratet und habe zwei drei und vier Jahre alte Kinder. Er wurde nach US-Angaben inzwischen in eine US-Haftanstalt nach Kuwait gebracht. Die Familie sei „total geschockt“ von der Tat. „Er hat nie was feindseliges gegen Muslime geäußert. Er ist im allgemeinen sehr sanft“, sagte Browne. Ehe- und Alkoholprobleme, wie von einigen Medien berichtet, wies er zurück.

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